Lohnzahlungen in Griechenland nur noch bargeldlos

23. Mai 2017 / Aufrufe: 1.267

In Griechenland sind Lohnzahlungen auf dem privaten Sektor fortan obligatorisch auf ein Bankkonto des Arbeitnehmers einzuzahlen.

Lohnzahlungen auf dem privaten Sektor in Griechenland haben fortan obligatorisch über Bankkonten zu erfolgen.

Gemäß einem gemeinsamen Ministerialbeschluss (KYA), den Finanzminister Evklidis Tsakalotos und Arbeitsministerin Evi Achtsioglou unterzeichneten, hat ab dem 01 Juni 2017 die Entrichtung der Bezüge der Arbeitnehmer von den Arbeitgebern auf dem privaten Sektor fortan ausschließlich auf die Bankkonten der Berechtigten zu erfolgen.

Obligatorische Einzahlung von Lohnzahlungen auf Bankkonten soll angeblich das deliktische Verhalten auf dem Arbeitsmarkt einschränken

Immer gemäß dem besagten Beschluss kann die Zahlung der Bezüge auf die Konten der berechtigten Arbeitnehmer auf jede beliebige Weise erfolgen, einschließlich auch der Nutzung von elektronischen Zahlungsmitteln oder oder Anbietern von Zahlungsdienstleistungen.

Es wird unterstrichen, dass gegen Arbeitgeber, welche die Verpflichtung zur Entrichtung der Bezüge der Arbeitnehmer ausschließlich auf Bankkonten von diesen missachten, von der Arbeitsaufsicht gegebenenfalls Sanktionen (sprich Geldstrafen) verhängt werden. Hierzu sei ergänzend angemerkt, dass nicht bargeldlos erfolgende Lohnzahlungen seit Anfang 2017 von den Arbeitgebern grundsätzlich auch nicht mehr „abgesetzt“ bzw. steuerlich geltend gemacht werden können. (Siehe auch: Barzahlungsbeschränkungen in Griechenland)

Einer – allerdings recht fadenscheinig anmutenden – Begründung für diesen Beschluss zufolge wird eingeschätzt, dass die Entrichtung der Bezüge der Arbeitnehmer auf dem privaten Sektor ausschließlich auf deren Bankkonten Phänomene der Nichtentrichtung von Bezügen einschränken wird und die Möglichkeit zu einer effizienteren Kontrolle und Bekämpfung des deliktischen Verhaltens auf dem Arbeitsmarkt gibt.

(Quellen: dikaiologitika.gr, Medienberichte)

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