Lidl investiert weiter in Griechenland

12. Mai 2017 / Aufrufe: 843

Der Investitionsplan der Lidl Hellas sieht für 2017 Investitionen in Höhe von rund 100 Millionen Euro und unter anderem die Eröffnung weiterer Läden in Griechenland vor.

Laut den Ausführungen des Leiters der Lidl Hellas, Iakovos Andreanidis, im Rahmen eines Informationstreffens mit Journalisten anlässlich der Präsentation der Studie über den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einfluss der Lidl in Griechenland setzt die Firma die Investitionen auch 2017 fort.

Konkret hat die Lidl Hellas für das Jahr 2017 einen Investitionsplan auf die Bahn gebracht, der sich bei 100 Mio. Euro bewegt und Renovierungen von Läden, Modernisierungen von Lagern und eine Ausweitung des Netzes umfasst.

Lidl will auch 2017 neue Läden in Griechenland eröffnen

Es sei in Erinnerung gerufen, dass die Gesellschaft 2016 Investitionen in Höhe von 100 Mio. Euro für die Entwicklung ihres Ladennetzes, die Ausweitung der Lager, aber auch die Modernisierung der bestehenden Läden realisierte. Parallel schuf sie Läden „neuer Generation“. Die Kosten eines jeden Ladengeschäfts neuer Generation belaufen sich auf ungefähr 4 Mio. Euro, für einen konventionellen Laden dagegen auf 1,5 Mio. Euro. Die Ladengeschäfte „neuer Generation“ stellen einen grundlegenden Teil des Investitionsplans der Gesellschaft dar und in diesem Rahmen ist die Eröffnung neuer Läden innerhalb des Jahres 2017 geplant.

In Zusammenhang mit der Veräußerung von 22 Läden der „Marinopoulos“ auf Beschluss des Wettbewerbsausschusses und die Möglichkeit der Bekundung eines Interesses seitens der Lidl Hellas gefragt, führte Herr Andreanidis an, die Lidl-Läden haben eine konkrete Größe, und ergänzte, „die Firmenleitung wird bewerten, was es auf dem Markt geben wird, und entsprechende Entscheidungen treffen„.

Was den (Anmerkung: von den Gläubigern Griechenlands ausdrücklich geforderten!) Betrieb der Ladengeschäfte an den Sonntagen betrifft, betonte Jakovos Andianidis auf eine einschlägige Frage antwortend, „hinsichtlich des bestehenden gesetzlichen Rahmens sind wir mit dem zufrieden, was derzeit gilt. Jedoch wird eine Änderung in den touristischen Gebieten nötig sein, wobei der Gesetzgeber wenigstens zu gestatten haben wird, dass die Saison unabhängig von der Verkaufsfläche der Läden abgedeckt wird.

Lidl Hellas kooperiert mit über 1.800 griechischen Zulieferern

Herr Andreanidis brachte seine Zufriedenheit über den Kurs der Firma auf Umsatzebene zum Ausdruck und betonte, der Umsatz der Gesellschaft sei im ersten Quartal ihres Geschäftsjahrs März 2015 – Februar 2016 im Vergleich zu dem entsprechenden Vorjahresquartal um 6,7% gestiegen, während das Jahr besser und mit einem positiven Vorzeichen von über 6,7% abschloss. Der positive Kurs der Gesellschaft beweist laut Herrn Andreanidis, dass die griechischen Konsumenten Lidl vertrauen und trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage bei ihren alltäglichen Einkäufen wählen. Parallel bleibt Ziel der Firma die ausgezeichnete Bedienung der Konsumenten mit qualitativen Produkten, wobei sie bei einer stabilen Palette von Produkten die niedrigsten Preise bietet.

Es sei angemerkt, das die Lidl Hellas jährlich über 50 Mio. Euro in Produkt-Sonderangebote investiert. Wie Herr Andreanidis charakteristisch anführte, gibt es bei einer beständigen Produktpalette ein konkretes Preisniveau, und auf diesem – das niedriger als die Gesamtheit des Marktes ist – gibt es Sonderangebote der Größenordnung von 50 Mio. Euro pro Jahr. Parallel treibt die Gesellschaft die Einrichtung „warmer Ecken“ (bake off) in allen ihren Läden voran. Wie Herr Andreanidis anführte, gibt es die (Auf-) Backstationen bereits in einer großen Anzahl von Läden und Ziel sei, sie in die Gesamtheit des Netzes zu integrieren. Der Zuspruch der Konsumenten sei groß und aus diesem Grund habe sich die Anzahl der Codes verdoppelt.

Ein besonderes Gewicht legt die Gesellschaft auf die Promotion und Hervorhebung der griechischen Produkte und Zulieferer. Konkret kooperiert die Lidl Hellas mit mehr als 1.800 griechischen Lieferanten. Wie Iakovos Andreadis anführte, wird ein Anteil von 80% des Umsatzes bei Obst und Gemüse von griechischen Lieferanten und ein Anteil von 96% des Umsatzes bei Fleisch ebenfalls von griechischen Lieferanten realisiert. Parallel bietet die Lidl Hellas in ihren 219 Läden in ganz Griechenland eine Palette 8.480 verschiedener Produkte an.

Wie angeführt wurde, sind 85% der Produkte der Lidl Hellas Hausmarken- Produkte. Hierzu sei angemerkt, dass 15% des Umsatzes der Lidl Hellas aus Hausmarken-Produkten herrühren, dabei 12% aus den non food Produkten.

Beitrag der Lidl Hellas zu Griechenlands Wirtschaft

Wie in der Studie über den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einfluss der Lidl in Griechenland (März 2015 – Februar 2016) berichtet wird, verfügt sie über 219 Läden in ganz Griechenland und beschäftigt 4.939 Arbeitnehmer. Die Summe der Zahlungen an griechische Lieferanten belief sich auf 710 Mio. Euro. Ein Anteil von 56% ihrer gesamten Einkäufe an Einzelhandelsprodukten wird von griechischen Lieferanten realisiert (581 Mio. Euro).

Der in der griechischen Wirtschaft geschaffen Mehrwert erreichte 616 Mio. Euro, was 0,35% des BIP entspricht. Der gesamte Beitrag der Gesellschaft zu steuerlichen Einnahmen beläuft sich auf 230 Mio. Euro, was 0,33% der Steuereinnahmen des Staates entspricht. Die Gesellschaft stütz in Griechenland 4.939 direkte, 6.660 indirekte und 4.754 induzierte Arbeitsplätze, die ungefähr 0,5% der Gesamtbeschäftigung in Griechenland entsprechen. Das Einkommen aus den gesamten Arbeitsplätzen unterstützt insgesamt 37.612 Menschen. In dem Referenz-Zeitraum investierte die Gesellschaft 827.000 Euro in Initiativen für bedürftige Kinder und Jugendliche und in Umweltaktionen und stellte dabei Produkte im Gesamtwert von 250.000 Euro bereit.

(Quelle: dikaiologitika.gr, Autor: Giorgos Antonopoulos)

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