Griechenland ist noch nicht wettbewerbsfähig

24. Mai 2017 / Aktualisiert: 10. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.017

Wolfgang Schäuble hält Griechenlands Wirtschaft für immer noch nicht konkurrenzfähig und blockiert weiterhin hartnäckig eine Entlastung der Verschuldung des Landes.

Das Thema Griechenlands beschäftigte die Begegnung des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble mit seinem französischen Amtskollegen Bruno Le Maire kurz vor der Sitzung der Eurogruppe am 22 Mai 2017 in Brüssel.

Wolfgang Schäuble erklärte, die in Griechenland erfolgten Reformen seien bemerkenswert, das Ziel sei jedoch, dass die Wirtschaft des Landes wettbewerbsfähig wird, was sie noch nicht sei.

Schäuble „bockt“ weiterhin im Thema der Verschuldung Griechenlands

In Zusammenhang mit den Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Thema der Verschuldung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) kommentierte Schäuble, der Fonds sei in seinen Prognosen in Zusammenhang mit Europa immer konservativer gewesen. Auf die Erklärungen seines Kollegen in der deutschen Regierung – sprich des Außenministers Sigmar Gabriel – reagierend, Europa müsse die griechische Verschuldung erleichtern, meinte Herr Schäuble, der deutsche Bundestag habe 2015 über das griechische Programm abgestimmt und es können jetzt kein neues Programm geben. Wie er anfügte, sei es noch viel zu früh, über ein neues Programm zu reden.

Herr Schäuble wiederholte außerdem, eine Erleichterung der öffentlichen Verschuldung Griechenlands vor dem Ende des laufenden Programms würde einen neuen Auftrag des Bundestags erfordern und er selbst werde nicht über ein Thema verhandeln, welches das deutsche Gesetz nicht gestattet. Der französische Minister Bruno Le Maire zeigte sich seinerseits sicher, eine Lösung bezüglich der griechischen Verschuldung werde sich innerhalb der Eurozone finden und diese Lösung müsse sowohl das griechische Volk als auch die Gläubiger zufriedenstellen.

(Quelle: eleftherostypos.gr)

Schäuble bleibt im Thema Griechenlands hart und provokant

Die Resultate der Eurogruppe des 22 Mai 2017 kommentierend, schätzte der deutsche Finanzminister ein, „wenn alles gut geht, werden wir in drei Wochen eine Einigung haben„. Sich auf die Haltung Berlins bei der besagten Eurogruppe in Brüssel beziehend, erklärte Schäuble, „die deutsche Regierung blockiert nicht die Entscheidungen in Bezug auf Griechenland. Was wir wollen, ist, dass die Regeln eingehalten werden. Die deutschen Positionen finden immer eine breit Unterstützung bei den Mitgliedern der Eurogruppe.

Jedenfalls zeigte Wolfgang Schäuble sich sicher, der IWF werde bezüglich des Themas Griechenlands zustimmen, und erklärte, das Unvermögen zur Findung eines Kompromisses liege an den zwischen Fonds und EU abweichenden Einschätzungen über die Aussichten der griechischen Wirtschaft. Er sorgte sogar dafür, dem IWF in Erinnerung zu rufen, Deutschland sei … an diesem beteiligt, und daher könne der Fonds gar nicht anders als den Positionen der Europäer zuzustimmen. „Ich bin mir sehr sicher, dass der IWF schließlich der vorgeschlagenen Vereinbarung für Griechenland zustimmen wird, da wir an dem Fonds beteiligt sind„, erklärte der deutsche Finanzminister.

(Quelle: imerisia.gr)

  1. Kleoni
    24. Mai 2017, 11:15 | #1

    Die griechischen Arbeitnehmer sollten anstelle von Lohn für ihre Arbeit wohl noch etwas in die Konzernkassen Von TUI, Fraport, LIDL u.a. zuzahlen, damit sie arbeiten dürfen. Landwirtschaftliche Produkte sollten wohl zum Einheits von 1€ in den Export nach Deutschland gehen. Das griechische Volk kann ja dann aus Abfällen der Profiteure das Nötigste herausklauben. Als Obdach haben sie den freien Himmel, schliesslich haben selbst auch die griechischen Götter auf dem Olymp gewohnt.

  2. Ulrich Bohl
    24. Mai 2017, 11:57 | #2

    Hr. Schäuble wartet auf die Bundestagswahl. Er und Merkel haben gegenüber den Deutschen immer behauptet, einen Schuldenschnitt wird es nicht geben. Es darf vor der Bundestagswahl nicht öffentlich werden, dass es eine Lüge war. De facto gibt es diesen durch Verlängerung der Rückzahlungsfristen und die Nullzinspoltik jetzt schon. Die breite Masse in Deutschland erkennt es nur nicht. Durch das OMT-Programm haben wir eigentlich auch schon eine Vergemeinschaftlichung der Schulden. Nur ist es der Öffentlichkeit in Deutschland nicht klar.

  3. GR-Block
    24. Mai 2017, 14:03 | #3

    „Griechenland ist noch nicht wettbewerbsfähig“ – Dann zeigen ja die „Hilfskredite“ Erfolg und die „Exportnationen“ halten durch die Krise bedingt ihr Monopol auf Jahrzehnte hinaus.

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