Griechenlands Bodenschätze sind Billionen wert

27. April 2017 / Aufrufe: 2.198

Griechenland verfügt über signifikante mineralische Bodenschätze und insbesondere die Halbinsel Chalkidiki ist eine wahre Goldgrube.

Eins der im europäischen Raum größten Vorkommen an Gold und anderen Mineralen befindet sich im Nordosten der Halbinsel Chalkidiki in Griechenland, wobei veranschlagt wird, dass es dort ungefähr 160 „vergrabenes“ Gold, 2.000 Tonnen Silber, fast 1,5 Millionen Tonnen Blei und Zink und über 1 Million Kupfer gibt.

Diese Feststellung machte zu der Nachrichtenagentur ANA-MNA sprechend der Dekan der Geologie-Fakultät der Aristoteles-Universität Thessaloniki (AUT), Professor Michalis Vavelidis, am Rand einer am 25 April 2017 veranstalteten Tagung mit Thema „Suche und Verwertung mineralischer Rohstoffe seit der Antike bis heute“ der geologischen Fakultät der AUT und des Aristotle University of Thessaloniki Student Chapter der Society of Economic Geologists.

Wert der Bodenschätze Griechenlands liegt bei 2,4 Billionen Euro

Bei Stratoni, Skouries und Olympiada befinden sich die größten Lagerstätten im europäischen Raum. Natürlich ist der Abbau allgemein ein besonders kostspieliges Verfahren – es wird veranschlagt, dass es von der Auffindung bis zum Abbau eines Vorkommens 400 Millionen Dollar kostet – und es muss auf jeden Fall große Aufmerksamkeit auf den Schutz der Umwelt gerichtet werden, unter Einhaltung der Gesetzgebung„, führte Herr Vavelidis an und ergänzte, das Gold von Chalkidiki sei seit der prähistorischen Epoche verwertet worden, während aus dem Gebiet auch das sich an Köcher und Schild des Königs Philipp II. befindliche Gold und Silber stammt.

Wie im Gespräch mit dem Radiosender „Agentur 104,9 FM“ der Athener – Makedonischen Nachrichtenagentur Professor Anestis Philippidis der Fakultät für Geologie der AUT anführte, der bei der Tagung eine zusammenfassende Schätzung der mineralischen Ressourcen Griechenlands in Zusammenhang mit den Vorkommen und deren Wert anstellte, wird jüngeren Studien zufolge der Brutto-Wert der griechischen Bodenschätze auf 2,4 Billionen Euro veranschlagt.

Von der Gesamtheit der Bodenschätze nutzen wir leider gerade einmal 0,15%. Wir haben rund 24 sehr signifikante Industrie-Mineralien, was eine erstaunliche Anzahl ist, wenn man Griechenlands Fläche berücksichtigt„, erklärte charakteristisch Herr Filippidis und betonte die Notwendigkeit, den Bodenschätzen Aufmerksamkeit zu zollen, „da sie abgesehen von dem wirtschaftlichen Part auch eine politische, geopolitische Macht darstellen, weil etliche Kriege geführt und etliche Grenzen zwischen Mitgliedstaaten nicht finalisiert worden sind, weil sie sich nicht über einen kleinen Streifen Landes einigen konnten, der einen ernsthaften Reichtum an Bodenschätzen hatte„.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. GR-Block
    27. April 2017, 13:50 | #1

    Griechenlands Bodenschätze sind Billionen wert
    Ja, wenn das so ist, dann sollte GR sofort den Schuldendienst einstellen und die (läppischen) 320 Mrd Staatsschulden durch befristete Schürfrechte an die Geberländer abgelten. In etwa so wie die Flughäfen und Häfen, nur eben viel kürzer.

  2. Hansi
    1. Mai 2017, 19:46 | #2

    Wenn es so ist, muss Gr halt aus dem Euro austreten oder eine Parallelwährung einführen. Dann kann es in Ruhe seine Rohstoffe abbauen, und die griechische Währung würde durch die Einnahmen aus den Rohstoffen gestützt. Es genügt nicht, nur auf Rohstoffvorkommen hinzuweisen und neue Kredite zu erwarten. Denn solange Gr im Euro ist und dort hochverschuldet ist, wird es am Gängelband geführt werden. Der Euro ist der eine Ring, sie zu knechten, ins Dunkle zu treiben usw. Kurzum, sie (fast) alle zu enteignen. Das ist der Kern des Euros, und die Tragödie besteht darin, daß die Völker das nicht sehen wollen.

    Das scheint mir generell so ein Diskussionschema der (politischen) Griechen zu sein, zu sagen, da und dort sind doch Vorkommen (Gas, Öl, Mineralien), was wollt ihr denn noch, wir können uns zurückzulehnen, nach dem Motto, wir haben es bewiesen, jetzt muss die Kohle von den anderen fliessen. Das wird so nie funktionieren, denn die EU und die Kartelle, die dahinterstehen, haben jahrhundertelange Erfahrung im Ausquetschen von Staaten. Solange die irgendeinen (noch so kurzfristigen) Hebel gegen Griechenland haben, werden sie ihn benutzen, und Kredite nur gegen zehnfache Pfänder, Privatisierungen, usw. vergeben.

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