Griechenland gibt 33 Mio Euro allein für italienisches Klopapier aus

10. März 2017 / Aufrufe: 1.430

Die enormen Importe stellen für Griechenlands Wirtschaft eine wahre Schlinge dar.

Allein in den letzten fünf Jahren gaben die Griechen insgesamt 240 Mrd. Euro für importierte Produkte aus, welcher Betrag 2/3 der Verschuldung des Landes entspricht!

Die (Außen-) Handelsbilanz Griechenlands blieb dabei in diesem Zeitraum stabil um 23 Mrd. Euro jährlich defizitär.

Griechenland als Kolonie der multinationalen Konzerne

Konkret umfassen die jährlichen Ausgaben Griechenlands für Importe laut einem Artikel der griechischen Zeitung „Dimokratia“ (mit Untertitel „Kolonie der Multis„) unter anderem:

  • 16,5 Mio. Euro für vorfrittierte Kartoffeln aus Frankreich
  • 33 Mio. Euro für Toilettenpapier aus Italien
  • 54,5 Mio. Euro für Zucker aus Frankreich
  • 80 Mio. Euro für Spielzeug aus China
  • 122 Mio. Euro für Textilien und Schuhe aus Spanien
  • 142 Mio. Euro für Milch aus Deutschland und Holland
  • 300 Mio. Euro für Schweinefleisch aus Spanien und Deutschland
  • 1 Mrd. Euro für Rindfleisch

Speziell zu den beiden letzten Posten sei ergänzend angemerkt, dass laut einem Anfang Februar 2017 veröffentlichten Bericht in Griechenland die Nachfrage nach Schweinefleisch und Rindfleisch nur zu entsprechend 12% bzw. 30% aus einheimischer Produktion gedeckt wird.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Kleoni
    10. März 2017, 10:50 | #1

    warum ist es nicht möglich, frittierte Kartoffeln in Griechenland herzustellen?? In Griechenland gibt es aus eigener Produktion die besten Kartoffeln, die ich kenne. Überhaupt wird die Tendenz der Verbraucher auf vorgefertigte Produkte zurückzugreifen immer grösser. Dabei gibt es auf den Wochenmärkten gute und frische Produkte aus heimischem Anbau. Leider hat die Werbung gerade im privaten TV-Bereich einen sehr schlechten Einfluss auf das Kaufverhalten der Verbraucher. Gerade wir Verbraucher können gegensteuern, dass die Abhängigkeit von den Multis geringer wird. Lamm- und Geflügelfleisch aus heimischer Produktion ist ausserdem viel gesünder als Schweinefleisch aus Massentierhaltung zu importieren.

  2. Ronald
    10. März 2017, 15:14 | #2

    Hab mir nur mal paar Sachen angeschaut: Bei Zucker liegt der Ertrag in GR bei 5,7 Tonnen pro ha, ähnlich niedrig wie im kalten Finnland. Frankreich kommt auf über 12 t/ha.
    Um Toilettenpapier herzustellen braucht man Zellstoff, was widerum aus Weichholz wie Birke, Tanne, Fichte hergestellt wird. Wächst in Griechenland nicht. Bei Kartoffen liegt der Ertrag pro ha in GR bei 233 dt/ha gegenüber 453 dt/ha in Frankreich.Griechenland erzeugt 612.000 Tonnen Milch pro Jahr bei 850.000 Tonnen Verbrauch. (nur Milch, keine Milchprodukte). Wie soll die Versorgung ohne Importe da funktionieren? Immerhin muss ja auch das Touristenheer ernährt werden.

  3. Christine
    10. März 2017, 19:30 | #3

    Allein, weil ich Griechenland unterstützen will, kaufe ich (und suche überall) möglichst viele grechische Produkte. Produkte aus Ländern, die keine Flüchtlinge aufnehmen, sowie dem t. Sultanat kaufe ich grundsätzlich nicht. Würde ich in Griechenland leben, würde ich wegen des Verhaltens de rdt, Bundesregierung, möglichts absolut und überhaupt keine deutschen Produkte kaufen. Strafe muss sein, die Arroganz Deutschlands ist widerlich. Man schämt sich zu sagen, von wo man kommt.

    • Götterbote
      11. März 2017, 00:44 | #4

      Bravo! Ich mache es genauso. Wenn doch nur alle so denken würden.

  4. GR-Block
    10. März 2017, 20:19 | #5

    Naja, wie soll man die eigene Versorgung in die Hand nehmen, wenn die Massenproduktion im fernen Westeuropa subventioniert wird? Die Produktionskontigente gerade bei Agrarprodukten wie z.B. Milch liegen nunmal bei den typischen Industrieländern. Die können sich auch tonnenweise chemische Düngemittel und Pestizide leisten. Dass deren Böden am Ende sind, interessiert nicht.
    Die BASF erhält EU-Agrarsubventionen (!), Zuckersubventionen für GR wurden gekappt (Hauptempfänger der Subvention ist heute „Südzucker“), Gewächshaustomaten aus Holland kosten wundersamerweise in GR genauso viel wie in NL selbst. Der griechische Bauer erhält Geld, wenn er Ackerland brach liegen lässt und z.B. deutsche PV-Anlagen installiert. Wollte er bessere, billigere – also chinesische – kaufen, dann müsste er Strafzölle zahlen.

    Die Lösung: Streichung aller Agrarsubventionen, Strafzölle auf jeden gefahrenen Kilometer und erhöhte Mehrwertsteuern auf jede Tonne Agrarchemie. Dann klappt’s auch beim Nachbarn. Außerdem sollte als Sofortmaßnahme in GR diese unsägliche Kochsendung von LIDL aus dem Fernsehen verbannt werden. Da preist eine Dame mit einem Akzent aus der nächtlichen Erotikwerbung LIDL-Produkte als in D übliche Delikatessen an.

    Griechenland gibt 33 Mio Euro allein für italienisches Klopapier aus“ – Scheiß drauf, das sind 3 € pro griechischen Arsch. Oder ist das etwa der Preis je 3-lagiges Blatt, gefertigt in Bangladesch für GUCCI? Griechenland darf nicht den Binnenmarkt mit dessen Massenproduktion und gefakter Qualität aussperren, nicht einmal seine Bürger wegen des Imports schlechter, unnötiger Waren besteuern. Stattdessen soll es die faulen Kredite der EU-Länder übernehmen. „Macht Tourismus,“ hieß es, „DAS wollen wir von euch kaufen.“ Ja und, die Hauptzentralen der Tourismuskonzerne sind in den FUKG-Staaten. Die Margen gehen dorthin. In GR werden nur die Produktionskosten bezahlt.

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