Die wichtigsten Exportgüter Griechenlands

16. März 2017 / Aktualisiert: 16. März 2017 / Aufrufe: 1.254

Entgegen einem gleichermaßen verbreiteten wie irrigen Klischee sind die wichtigsten Exportgüter Griechenlands nicht nur Obst und Gemüse.

Auf den Wert bezogen sind Petro-Mineralöle, Aluminium und Aluminiumlegierungen sowie auch Medikamente die Top-Exportprodukte Griechenlands, während spezieller auf dem Sektor der Agrarprodukte und Nahrungsmittel Obst und Gemüse an der Spitze liegen.

Diese Rangfolge ergibt sich gemäß den – nach Auswertung der statistischen Daten der ELSTAT – von dem Außenministerium erstellten Tabellen, in denen die Entwicklung des Verlaufs der griechischen Exporte auf den 123 hauptsächlicheren Exportmärkten beschrieben wird.

Italien bleibt Griechenlands wichtigster Export-Handelspartner

Während der vier Jahre 2013 – 2016 entfielen auf diese Märkte bis zu 99,7% der Gesamtheit der im Verlauf der Jahre steigenden griechischen Exporte (93,7% im Jahr 2013, 94,4% im Jahr 2014, 99,1% im Jahr 2015 und 99,7% im Jahr 2016). Weiter wird von dem Außenministerium angemerkt, dass in 70 dieser vorstehenden 123 Länder ein Anstieg der Exporte verzeichnet wurde und sich bei den übrigen 53 Ländern ein Rückgang der Exporte zeigte.

Auf Basis der Tabellen des griechischen Außenministeriums bleibt die EU der 27 weiterhin das Hauptziel der griechischen Exporte, wobei deren Wert im Jahr 2016 ungefähr 12,4 Mrd. Euro erreichte. Das zweitbedeutendste Exportziel stellen mit 5 Mrd. Euro die Balkanstaaten dar, gefolgt von Afrika (ungefähr 1,7 Mrd. Euro), Nordamerika  (ungefähr 1,4 Mrd. Euro), dem Mittleren Osten (ungefähr 1,3 Mrd. Euro), Asien, Länder des arabischen Golfs, Russland, Südamerika und Ozeanien.

Hauptziel der griechischen Exporte auf Länderebene bleibt Italien, mit Gesamtexporten im Jahr 2016 im Wert von über 2,8 Mrd. Euro (gegenüber 2,9 Mrd. Euro im Jahr 2015 und 2,4 Mrd. Euro im Jahr 2014) und einem Anteil von 11% an der Gesamtheit der griechischen Exporte. Es folgen Deutschland mit 1,9 Mrd. Euro (gegenüber 1,8 Mrd. Euro im Jahr 2015 und 1,7 Mrd. Euro im Jahr 2014) und einem Anteil von 7,68% der gesamten Exporte, Zypern mit ungefähr 1,7 Mrd. Euro, die Türkei und Bulgarien mit jeweils über 1,3 Mrd. Euro und die USA, Großbritannien und der Libanon mit jeweils fast 1,1 Mrd. Euro.

Allein nach Italien und Deutschland fließen demnach fast 20% der griechischen Exporte, während auf Italien, Deutschland, Zypern, Türkei, Bulgarien, USA, Großbritannien und Libanon zusammen bezogen ein Anteil von über 48% der Gesamtexporte Griechenlands entfällt.

In der Summe belief sich auf Basis der vorläufigen Angaben der nationalen Statistikbehörde Griechenlands (ELSTAT) der Gesamtwert der griechischen Exporte während des Jahres 2016 auf 25,4 Mrd. Euro (gegenüber 25,8 Mrd. Euro im Jahr 2015) und zeigte einen Rückgang um 467,9 Mio. Euro bzw. 1,8%. Ohne Berücksichtigung der Mineralölprodukte zeigte die entsprechende Veränderung allerdings einen Anstieg um 225 Mio. Euro bzw. 1,2%.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. kokkinos vrachos
    17. März 2017, 15:56 | #1

    In dem Artikel worde Marmor vergeessen. Der griechische Marmor ist ein weltberühmteshochgeschätztes Produkt und er gehört, dank seiner Qualität und Vielfalt, zu den wichtigsten Exportprodukten Griechenlands.

    Seit der Antike bestanden bedeutsame Gebäude und Kunstwerke aus Marmor, deshalb ist der griechische Marmor weltweit mit Meisterwerken von Architektur und Bildhauereiberühmt geworden. Bereits in der Antike gab es viele Steinbrüche, auf den Inseln Thassos, Paros, Naxos, am Bergmassiv von Penteli (Penteli Gebirge), heutzutage aber stammt der grösste Teil (etwa 80%) der gesamten Marmorgewinnung ausNordgriechenland (Drama, Kavala, Thassos).Nach der Meinung von Experten sind die Marmorvorkommen Griechenlands enorm, nahezu unerschöpflich. Der Grossteil der Marmorexporte (40 %) geht an China, der Rest geht an die USA und an den mittleren Osten. Die Bergbauindustrie Griechenlands liefert einen relativ hohen stabilen Beitrag zum griechischen BIP, ist sicherlich ein lebenswichtiger Wirtschaftssektor mit enormen und nachhaltigen Wachstumsperspektiven.

    Es muss auch angemerkt werden, dass Griechenland zu den reichsten Staaten Europas an Bodenschätzen (Erze, Metalle usw) zählt und seine Präsenz auf internationaler Ebene nicht zu leugnen ist.

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