Griechenland ist EU-Champion bei Rüstungsausgaben

19. Februar 2017 / Aufrufe: 1.433

In Europa gibt ausgerechnet das überschuldete Griechenland im Verhältnis zum BIP des Landes das meiste Geld für sein Militär aus.

Wie bei der deutschen Zeitung „Die Welt“ zu lesen war, zählen die Rüstungsausgaben des „überschuldeten Griechenlands“ zu den höchsten in Europa, während im „Handelsblatt“ unterstrichen wurde, die griechische Krise schlage wieder in einem ungeeigneten Moment zu.

Auf eine ironische Weise stellt Griechenland das meiste Geld für Panzerfahrzeuge bereit„, lautet es im Titel eines Beitrags auf der Website der „Welt“, in dem der Redakteur die Angaben kommentiert, die das Internationale Institut für militärische Studien (IISS) in London bezüglich der staatlichen Ausgaben für militärische Rüstungssysteme europäischer Länder, die Mitglieder der NATO sind, an die Öffentlichkeit gibt.

Griechenland wendet 2,4% des BIP für sein Militär auf

Die Zeitung merkt an: „Der neue US-Präsident Donald Trump verlangte von den Europäern, mehr zu tun um ihre inländische Sicherheit zu verstärken. Es trifft jedoch genau das Gegenteil zu. Gemäß der Analyse des IISS gingen die Ausgaben der Europäer für militärische Ausrüstung während des vergangenen Jahres im Vergleich zu ihrer gestiegenen Wirtschaftskraft zurück.

Wie jedoch des weiteren betont wird, „geben auf Basis einer Analyse britischer Forscher nur zwei Länder in Europa mehr als die vorgesehenen 2% ihres BIP für Rüstungssysteme aus„. Es handelt sich um Estland und Griechenland. „Estland und das überschuldete Griechenland wendeten entsprechend 2,2% und 2,4% des BIP für ihr Militär auf.

Wie in dem Artikel unterstrichen wird, haben die Staats- und Regierungsführer der NATO-Länder sich bezüglich der Militärausgaben wiederholt auf das Ziel von 2% geeinigt. Länder mit einer großen militärischen Macht – wie Großbritannien, Deutschland und Polen – geben jedoch im Verhältnis zu Griechenland sehr viel weniger und sogar unter den geforderten 2% aus.

(Quelle: dikaiologitika.gr, basierend auf einem Bericht der DW)

  1. Kleoni
    19. Februar 2017, 10:11 | #1

    England und Deutschland wie auch Polen haben ja nicht einen eroberungsgierigen Sultan im Nacken, der permanent griechisches Hoheitsgebiet verletzt und sein Reich wieder auf die Grösse vor den Genfer Verträgen ausdehnen will, nämlich bis Thessaloniki :/

  2. karnapas
    19. Februar 2017, 14:37 | #2

    War es nicht Merkel, die ‚Hilfszahlungen‘ an GR damit verknüpfte, dass bestellte Panzer aus deutscher Produktion auch vertragsgetreu abgenommen und bezahlt werfden müssten !?

  3. Ronald
    19. Februar 2017, 22:42 | #3

    Das griechische BIP lag 2016 bei 198,88 Milliarden US Dollar oder (in richtigem Geld ausgedrückt) rund 185 Milliarden Euro. 2,4 % davon sind 4,44 Milliarden Euro. 2008, also vor Beginn der Krise, betrug das BIP Griechenlands rund 336 Milliarden Euro und der Anteil der Militärausgaben 2,98 %. Macht in Euro: 10 Milliarden Euro. Die Welt spricht in ihrem Artikel auch von „Rüstungsausgaben“, was natürlich völliger Blödsinn ist. Es sind die Ausgaben für das Militär insgesamt, einschliesslich der Personalkosten, Verpflegung eines 100.00-Mann Heeres und der nicht gerade bescheidenen Militärpensionen. Da ist für neues Spielzeug eh kein Geld mehr da

  4. Max Bartsch
    21. Februar 2017, 13:56 | #4

    Deutschland hat Giechenland ermahnt, alle abgeschlossenen Rüstungskäufe trotz der Überschuldung des Landes umzusetzen. Das zeigt, wie zynisch die Politik der deutschen Regierung ist. Am Waffenverkauf kräftig verdienen und selber die Verpflichtung der Nato von 2% des BIP nicht einmal eingehalten (zur Zeit nur 1,2%)! Das gleiche gilt für die Handelsüberschussvereinbarung der EU, die Deutschland schon seit Jahren mit aktuell 6% weit überschreitet! Dann wird auch kräftig mit der türkischen Regierung paktiert, die Griechenland erst vor kurzem wieder mit Krieg bedroht hat! Unglaublich!

  5. V 99%
    22. Februar 2017, 10:13 | #5

    Nato-Mitglied greift dann also Nato-Mitglied an?
    Auch die Franzosen bestehen auf Einhaltung der Waffenvertraege und machen das vom bezahlen der Hilfsgelder abhaengig. Einfach mal nach Sarkozy und François Fillon googeln …

Kommentare sind geschlossen