Griechenland führte mehr Reformen als die Nordeuropäer durch

13. Februar 2017 / Aufrufe: 938

Laut Kommissionschef Juncker hat im Thema der Wettbewerbsfähigkeit kein Land größere Fortschritte als Griechenland erreicht.

In einem Interview an den öffentlichen deutschen Rundfunksender Deutschlandfunk (DLF) erklärte Jean Claude Juncker unter anderem:

Hauptsächlich in Deutschland wird so geredet, als sei man mit der Situation in Griechenland absolut vertraut. Sie kennen sie aber nicht. Weil die Griechen trotz aller Niedergeschlagenheit über die Lage sehr viele strukturelle – und andere – Reformen durchführten, mehr als die dogmatischen Nordeuropäer. Und sie bedienten sich – auch in den publizierten Meinungen – hauptsächlich 2014 und 2015 eines Tones, der auf keinen Fall den griechischen Anstrengungen entsprach.

Es ist falsch, zu behaupten, in Griechenland sei nichts geschehen

Weiter meinte der Präsident der Europäischen Kommission: „Auch ich bin der Meinung, dass Griechenland noch nicht am Ende seiner Bemühungen angekommen ist, jedoch zu behaupten, in Griechenland sei nichts geschehen, ist falsch.

Auf eine einschlägige Frage, ob das dritte Hilfspaket an Griechenland auf tönernen Füßen stehe, antwortete Jean Claude Juncker: „Es steht in dem Sinn auf wackeligen Beinen, dass wir nicht genau sehen, wie der Internationale Währungsfonds diesem Problem erfolgreich begegnen könnte. Kein Land hat größere Fortschritte im Thema der Wettbewerbsfähigkeit gemacht. Und es war nicht Griechenland, das die Altersgrenze für den Renteneintritt gesenkt hat, es war ein anderes„, wie er charakteristische betonte.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. GR-Block
    13. Februar 2017, 03:05 | #1

    Klar, zuerst verabschiedet man sich von der politischen Bühne und dann erst frisst man Kreide. Herr Juncker, Sie sind unglaubwürdig. In den letzten 7 Jahren haben Sie und die alte Garde der DEU genau umgekehrt argumentiert. „Wer einmal lügt …“
    Warum sollte der viel geschmähte IWF die Kastanien aus dem Feuer holen. Es war doch Ihre Idee, dass der IWF (Strauss-Kahn) erst Kredite gewährt, nachdem die EU ihre faulen Kredite über GR vernichtet hatte. Jetzt haben Sie soviel vernichtet, wie Ihnen die griechischen EU-Partner Papandreou, Samaras, Tsipras erlaubt haben und haben dabei die Kontrolle verloren. Die griechische Wirtschaft hat Ihre Memoranden nicht überlebt. Erwarten Sie allen Ernstes, dass der IWF so tut, als ob GR noch die selben Voraussetzungen für einen Kredit hat wie 2010?
    Entschuldigen Sie bitte, schon ein Obama hatte damals Bauchschmerzen deswegen (und ließ Strauß-Kahn den Marsch blasen). Was glauben Sie, was das Trampeltier zu diesen DEU-Alleingängen sagen wird? Etwa, „Schwamm drüber, die Griechen können ja nichts dafür“ und weist den IWF an zu überweisen? Nein, der beginnt seinen Handelskrieg mit der DEU, … samt ihren Hinterhöfen! Und damit sich keiner in GR Schwachheiten einfallen lässt, parkt zur Zeit im Hafen von Chania eins der größten Kriegsschiffe der Welt, die „USS Georg Bush“. Oh Gott, schon der Name ist eine Bedrohung!

    Apropos, wem gehört zurzeit eigentlich der militärisch besetzte Hafen von Chania? Waaas, immer noch den Kretern? Scheeeiii…e. Hafen mit Kriegsschiff ist eine denkbar schlechte Anlage für „Investoren“. Oder hat etwa die „Trump Organization“ ein Angebot eingereicht?

  2. windjob
    13. Februar 2017, 11:10 | #2

    Es ist schon erstaunlich wie unglaublich verlogen unsere Europapolitiker sind. Kaum weiss Herr Juncker, dass er sein Amt nicht verlängern will, schon hat er den Mut sich gegen Merkel und Schäuble zu stellen und erkennt seine Liebe zu Griechenland.
    Vielleicht macht sich jemand die Mühe und veröffentlicht all seine Aussagen der letzten 2 Jahre zu diesem Thema.
    Da wundern sich diese Herrschaften, dass Europa zerbricht und das Volk das Vertrauen bereits verloren hat.

  3. hejomafe
    13. Februar 2017, 20:31 | #3

    Herr Schulz hat sich ja schon verabschiedet und seinen „armen Freund Juncker“ in der EU zurückgelassen. Beide haben doch gemeinsam alles getan, um Tsipras und seine bolschiwistisch / rechtsradikale Regierungskoalition zu hoffieren. Mal sehen, wie sich Schulz im deutschen Wahlkampf dazu stellen wird. Nun hat auch Juncker in der EU keine Lust mehr und hat nichts Eiligeres zu tun, als Merkel und Schäuble unfair zu attackieren. Dass Merkel und Schäuble sich schon heute mit Mitsotakis treffen, ist intelligente, vorausschauende Politik, denn es spitzt sich spätestens im Frühjahr zu, dass Tsipras schon bald durch Neuwahlen aus dem Amt gejagt wird – und ich befürchte, dass das dies sogar durch einen Aufstand des betrogenen und gebeutelten Volkes geschehen wird. Mitsotakis ist da ein wirklicher Hoffnungsträger.

Kommentare sind geschlossen