Dijsselbloem sorgt sich um politische Stabilität in Griechenland

16. Januar 2017 / Aufrufe: 964

Jeroen Dijsselbloem vertritt, Griechenland bewege sich in die richtige Richtung, zeigt sich jedoch hinsichtlich der politischen Stabilität im Land beunruhigt.

In einem an die belgische Zeitung L‘ Echo (Wochenendausgabe) gegebenen Interview mit zentralem Titel „Mehr Europa ist nicht die Antwort auf unsere Probleme“ brachte der Vorsitzende der Eurogruppe Jeroen Dijsselbloem die Ansicht zum Ausdruck, Griechenland bewege sich in die „richtige Richtung„.

Spezieller, in Bezug auf Griechenland gefragt und inwieweit er weiterhin beunruhigt sei, antwortete der Vorsitzende der Eurogruppe, das Land bewege sich in die richtige Richtung, da es seit vielen aufeinanderfolgenden Quartalen ein Wachstum verzeichne, den größten Teil des Haushaltsplans vollendet habe, während das Vertrauen der übrigen Mitgliedstaaten wieder hergestellt werde. Die große Frage sei, wie er anmerkt, wie lange in Griechenland die politische Stabilität andauern werde.

Dijsselbloem sieht starken politischen Willen zur Rettung des Euro

Auf eine nächste Frage bezüglich der Verschuldung Griechenlands betonte Jeroen rag der Kredite zurückzuzahlen sei, auf der anderen Seite sei aber der Zinssatz reduziert und die Tilgungszeit verlängert worden, während er selbst nicht ausschließe, dass noch mehr geschehen werde, falls dies für notwendig befunden wird. Er gesteht sogar ein, dass es eine negative Auswirkung haben könnte, wenn zu viel Geld für die Tilgung von Schulden verwendet wird, vertritt jedoch, mit den großen Tilgungsperioden und den niedrigen Zinssätzen bleiben die Kosten relativ beschränkt.

Abgesehen von Griechenland und aufgerufen, seine Ansicht über die Zukunft Europas und der Eurozone zum Ausdruck zu bringen, zeigt der holländische Regierungsfunktionär sich relativ optimistisch und hält die Wahrscheinlichkeit einer neuen großen Krise innerhalb des Jahres 2017 sowie auch die Möglichkeit, dass sich in Holland, Frankreich oder Deutschland die Populisten durchsetzen, für gering. Er vertritt sogar, im Höhepunkt der Krise sei sichtbar geworden, dass ein starker politischer Wille zur Rettung des Euro besteht und signifikante Reformen – wie die Bankenunion – beschlossen wurden, damit die größere politische und wirtschaftliche Stabilität der Eurozone sichergestellt wird.

Hinsichtlich der erforderlichen Maßnahmen zur Stärkung des Euro und im Verhältnis zu ehrgeizigeren Reformen, wie der Schaffung eines gemeinsamen Haushalts, scheint der Vorsitzende der Eurogruppe jedoch eher unschlüssig zu sein und führt an, in der Praxis sei dies reichlich komplex und mehr Europa nicht immer die Antwort auf die Probleme, wobei er Steigerung der Investitionen als die am meisten geeignete Lösung betrachtet, während seine größte Beunruhigung sei, dass unter dem Druck der Populisten und der Angst vor Wahlniederlegen die politischen Führer nicht wagen werden, die erforderlichen Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschaft zu ergreifen.

Was schließlich die Situation und die Zukunft der europäischen traditionellen Linken, aber auch seine eigene betrifft, unterstreicht der holländische Finanzminister, die Wähler, welche die Wählerbasis der linken Parteien darstellen, seien für die wirtschaftliche Krise viel anfälliger als der Durchschnitt, und die geeignete Reaktion von Seite der Linken seien nicht die populistische Rhetorik, sondern die konkreten Politiken, welche diesen Menschen die Möglichkeit gewährleisten, Arbeit zu finden und eine Wohnung zu kaufen, unter paralleler Verbesserung der Sicherheit und Kontrolle der Migrationsströme.

Was ihn selbst betrifft, schließt Dijsselbloem nicht die Möglichkeit aus, sogar auch im Fall einer persönlichen Wahlniederlage in Holland weiterhin Vorsitzender der Eurogruppe zu bleiben.

(Quelle: iefimerida.gr)

  1. windjob
    16. Januar 2017, 19:55 | #1

    Was möchte denn dieser möchtegern Ökonom. Der soll sich mal um die Landwirtschaft in seinem Land kümmern. Schliesslich hat er das studiert. Ansonsten ist er ein Büro Sesselfurzer, der nur seine Bürokratie kennt. Einmal mehr ein Beweis, dass diese EU dringend eine Erneuerung braucht oder aufgelöst werden sollte.

  2. Götterbote
    16. Januar 2017, 22:17 | #2

    Dijsselbloem betrachtet Steigerungen von Investitionen als beste Lösung, verwehrt diese aber seit Jahren der griechischen Seite. Heuchler!

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