Besteuerung von Mieteinnahmen in Griechenland „fängt Feuer“

4. Januar 2017 / Aktualisiert: 09. Oktober 2017 / Aufrufe: 4.012

Das Jahr 2017 beschert Eigentümern von Immobilien in Griechenland einen neuen Schock, da die Besteuerung von Einkommen aus Immobilien um bis zu über 36 Prozent steigt!

Für die Eigentümer von Immobilien in Griechenland, die 2017 Einkommen aus Mieteinnahmen deklarieren, wird die „Rechnung“ des Finanzamts heftig ausfallen, da die Steuern, die sie für die im Jahr 2016 erworbenen Einkommen aus Immobilien zu entrichten aufgefordert sind, um bis zu 36,3% erhöht sein werden.

Gemäß der neuen Besteuerungsstaffelung für Einkommen aus Immobilien sind die bisherigen Steuersätze von 11% – 33% auf Niveaus von 15% – 45% erhöht worden.

Himmelschreiende Ungerechtigkeit zu Lasten der „Kleineigentümer“

Spezieller gemäß Paragraph 7 des Artikels 112 des für die Einkommen des Jahres 2016 in Kraft gesetzten Gesetzes N. 4387/2015 steigen rückwirkend ab Anfang 2016 die Steuersätze auf Mieteinnahmen und sonstige Einkommen aus Immobilien:

  • von 11% auf 15% für den Teil des jährlichen Einkommens ab 1 € bis 12..00 €,
  • von 33% auf 35% für den Teil des jährlichen Einkommens ab 12.001 € bis 35.000 €,
  • von 33% auf 45% für den Teil des jährlichen Einkommens ab 35.001 € und mehr.

Die jährlich 12.000 Euro übersteigenden (Gesamt-) Einkommen des Steuerjahres 2016 und nachfolgender Steuerjahre werden zusätzlich mit einer neuen Staffelung der Solidaritäts-Sonderabgabe belastet, gemäß der fortan Sätze ab 2,2% bis 10% gelten werden.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass in Griechenland aus Immobilien herrührende Einkommen hinsichtlich der Einkommensteuer als solcher nach wie vor „eigenständig“, sprich unabhängig von und ohne Berücksichtigung der Höhe sonstiger Einkommen des jeweiligen Steuerpflichtigen besteuert werden. Diese Praxis hat zur Folge, dass selbst Steuerpflichtige, die außer geringfügigen Mieteinnahmen keinerlei weitere Einkommen haben, ohne jeglichen Freibetrag ab dem ersten Euro zur Kasse gebeten und Steuerpflichtige mit mittleren bis höheren (Gesamt-) Einkommen unverhohlen begünstigt werden.

Die Veranlagung zu der sogenannten „außerordentlichen“, inzwischen jedoch dauerhaft in die Besteuerung integrierten „Solidaritätsabgabe“ erfolgt dagegen auf Basis der Summe sämtlicher (sowohl real deklarierter als auch fiktiv festgestellter) Einkommen, also unter anderem auch unter Einbezug bereits „eigenständig“ besteuerter Einkommen aus Immobilien.

(Quellen: Imerisia, einschlägige Medienberichte)

  1. 4. Januar 2017, 07:12 | #1

    Dass in Griechenland etwas ändern muss ist klar. Aber fraglich ist wiederum dass die kleinen Einkommen höher besteuert werden. Und die andere Frage ist wie werden diese Steuern wieder verpuffen im großen wirr war der ganzen staatlichen Organisation. Am meisten trifft es wieder das normale Fußvolk. Die Einkommen werden ja selbstverständlich nicht erhöht werden.

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