Griechenland soll erneut die Mehrwertsteuer erhöhen

11. Dezember 2016 / Aufrufe: 961

Informationen zufolge bringt der IWF zum wiederholten Mal die Erhöhung des mittleren Mehrwertsteuersatzes in Griechenland von 13% auf 14% auf den Tisch.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) Fonds hat nie seine Vorliebe für Maßnahmen verhohlen, die zu einer dauerhaften und effizienten Steigerung der Steuereinnahmen führen, und übte in diesem Rahmen immer Druck in Richtung der Abschaffung spezieller Steuerstatus (wie z. B. der ermäßigten MwSt.-Sätze auf den Ägäis-Inseln) ausgeübt

Das Thema der Anhebung des ermäßigten (mittleren) Satzes der Mehrwertsteuer war ebenfalls während der Verhandlungen des Sommers 2015, aber auch der ersten „Bewertung“ (des Fortschritts des griechischen Programms) gestellt worden.

Preiserhöhungen bei Lebensmitteln und Strom, aber auch im Tourismus

Eine Erhöhung des besagten MwSt.-Satzes von 13% auf 14% wird auf dauerhafter Basis eine Steigerung der Steuereinnahmen um bis zu 500 Mio. Euro bringen, da sie direkt das Portemonnaie  aller Steuerzahler, sogar auch der allerärmsten treffen wird. Und dies, weil der ermäßigte mittlere auf Produkte des breiten Konsums erhoben wird, wie es die frischen Lebensmittel und der elektrische Strom sind. Weiter wird die Erhöhung der Mehrwertsteuer ebenfalls die Wettbewerbsfähigkeit des touristischen Produkts Griechenlands beeinträchtigen, da der mittlere MwSt.-Satz auch auf die Übernachtungen in den Hotels und touristischen Unterkünften zur Anwendung kommt.

Welche und wie viele (neue) Maßnahmen letztendlich für die drei Jahre des mittelfristigen Programms 2018 – 2020 verhängt werden sollen, wird voraussichtlich in den kommenden Wochen in den Verhandlungen der griechischen Regierung mit den sogenannten Institutionen (sprich Gläubigern des Landes) klargestellt werden.

(Quelle: Imerisia)

  1. windjob
    11. Dezember 2016, 05:45 | #1

    Es gibt halt immer ein paar Unbelehrbare. Einige haben immer noch nicht begriffen, dass ständige Steuererhöhungen kontraproduktiv sind. Die Vergangenheit zeigt es doch. War es nicht der IWF, der vor nicht allzu langer Zeit zugegeben hat, dass seine Berechnungen bzgl. GR falsch waren? Ist es nicht der IWF, der sich nicht am Hilfspaket beteiligen will, wenn es keinen Schuldenschnitt gibt? Man kann ja Fehler machen, aber man muss auch den Mut haben, sie zu korrigieren. Hier wird an den falschen Stellschrauben gedreht.

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