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Finanzamt in Griechenland betreibt täglich 500 Pfändungen

Finanzamt in Griechenland betreibt täglich 500 Pfändungen

23. Dezember 2016 / Aktualisiert: 09. Oktober 2017 / Aufrufe: 868

Die Finanzämter in Griechenland betrieben im Jahr 2016 an jedem Werktag ungefähr 500 Pfändungen gegen Schuldner des Fiskus.

Gemäß den Angaben des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen (GGDE) in Zusammenhang mit den Zwangsbeitreibungsmaßnahmen, welche Griechenlands Steuerverwaltung gegen all jene ergreift, die ihren „aufgeblähten“ steuerlichen Verpflichtungen nicht fristgerecht entsprechen, finden sich immer mehr Steuerpflichtige mit den Pfändungen des Finanzamts konfrontiert.

Laut dem GGDE betrug die Gesamtzahl der Steuerpflichtigen – natürlicher und juristischer Personen – mit fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus Ende 2015 ungefähr 4,3 Millionen, erreichte im September 2016 einen Höchststand von 4,37 Millionen und ging im Oktober 2016 wieder auf 4,3 Millionen zurück. Auf der anderen Seite folgt die Anzahl derjenigen, gegen das Finanzamt Zwangsbeitreibungsmaßnahmen verhängt, einem steigenden Verlauf.

Zwangsmaßnahmen gegen Schuldner des Fiskus in Griechenland

Detaillierter lag besagte Anzahl Ende Dezember 2015 bei 695.074 Fällen, während sie im Oktober 2015 auf 803.803 gestiegen war. Innerhalb dieses Zeitraums von 10 Monaten hat also die Anzahl der Steuerpflichtigen, die Pfändungen erlitten haben, um ungefähr 108.729 zugenommen. Das Finanzamt verhängte somit an jedem Werktag des Jahres 2016 gegen ungefähr 500 Steuerpflichtige Pfändungen.

Die von dem Finanzamt vorrangig hauptsächlich Zwangsbeitreibungsmaßnahme ist der Erlass eines Bescheids zur Pfändung der Bankkonten des Schuldners. In diesem Fall werden sämtliche von den Schuldnern geführten Bankguthaben blockiert und die Bank führt diese an die Staatskasse ab, außer wenn der betroffene Schuldner über ein (bis zu einem Betrag von 1.250 Euro) unpfändbares Bankkonto verfügt. Damit ein (pro Person einziges!) Konto als unpfändbar eingestuft wird, hat der Steuerpflichtige dieses per Taxisnet zu deklarieren.

Das Finanzamt beschränkt sich jedoch nicht nur auf Kontopfändungen, da es auch die Blockierung von Immobilien oder deren Veräußerung per Zwangsversteigerung verfügt. Die konkrete Maßnahme scheint jedoch wegen des Zusammenbruchs des Immobilienmarkts in Griechenland und mangelnden Interesses seitens potentieller Käufer keine besonderen Einnahmeergebnisse zu bringen.

Eine weitere Maßnahme ist schließlich auch die der Pfändungen von Löhnen / Gehältern, Renten sowie Einkommen in Händen Dritter, wie beispielsweise Mietzahlungen oder Forderungen gegen Kunden. Für die Pfändungen (des Fiskus) in Löhne / Gehälter oder Renten gilt ein Pfändungsfreibetrag von 1.000 Euro und für den Betrag von 1.000 bis 1.500 Euro können 50% gepfändet werden.

(Quelle: Imerisia)

  1. windjob
    23. Dezember 2016, 22:48 | #1

    Was bitte sollen die Finanzämter den tun? Sie machen die Gesetze doch nicht, sondern sind nur die Erfüllungsgehilfen der Regierung. Pfändungen sind ein übliches Mittel, ausstehende Verpflichtungen einzutreiben. Dies ist nicht Griechenland spezifisch. Ich musste schon in den 60er Jahren den Gerichtsvollzieher begleiten, wenn mein Chef mal wieder einen Fernseher auf Ratenzahlung verkauft hatte und der Kunde nicht zahlen konnte. Also wurde der Fernseher wieder abgeholt.
    Die Ursache ist nach meiner Meinung nicht das Finanzamt, sondern die jenigen, die solche irrsinnigen Steuergesetze erlassen. Getrieben von den Gläubigern und den Instituionen oder nennt es einfach der Troika.

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