Mehrheit der Totenscheine in Griechenland ist falsch

9. November 2016 / Aufrufe: 1.019

Über die Hälfte der in Griechenland ausgestellten ärztlichen Totenscheine sind fehlerhaft.

Die Griechische Gerichtsmedizinische Gesellschaft (HSFM) vertritt, sechs von zehn in Griechenland ausgestellten Totenscheinen seien fehlerhaft.

Wie während der Dauer des am 04 – 06 November 2016 in Rethymnon / Kreta abgehaltenen 18. Pankretischen Medizinischen Kongresses angeführt wurde, enthalten 64% der Todesscheine signifikante Fehler, von denen die meisten „in der falschen Verwendung von Todesmechanismen anstatt von Gründen und in der inkorrekten Reihenfolge der Verzeichnung der Mehrfachursachen“ lokalisiert werden.

Todesscheine sind eine wichtige Quelle statistischer Daten

Es kann nicht sein, dass unser Land dermaßen hohe Fehlerquoten hat„, betonte von dem Podium des Kongresses der Präsident der HSFM, Grigoris Leon, und unterstrich dabei, „die einzige Lösung zur Bewältigung des konkreten Problems ist die Verbesserung der Ausbildung aller Ärzte, ab dem Niveau vor dem Examen bis hin auch mit Programmen kontinuierlicher Fortbildung„. Wie die Griechische Gerichtsmedizinische Gesellschaft anmerkt, „ist die ärztliche Todesursachen-Bescheinigung die Quelle der Sterbestatistiken unseres Landes, und diese Statistiken stellen die Basis des ältesten und vollständigsten Systems zur Beobachtung der öffentlichen Gesundheit dar„.

Weiter wird angefügt, die ärztlichen Todesscheine bieten Informationen über die Charakteristika der Verstorbenen und die Todesursachen, die wiederum das wichtigste statistische Untersuchungselement der Bescheinigung sind. Laut der HSFM werden diese Statistiken für die Festlegung von Politiken und Zielen im öffentlichen Gesundheitswesen sowie ebenfalls auch von Forschern, Ärzten und Bildungsinstituten genutzt.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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