Winterzeit 2016 in Griechenland

27. Oktober 2016 / Aktualisiert: 09. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.119

Wann und warum in Griechenland die Uhrzeit umgestellt wird.

Am frühen Morgen des kommenden Sonntags (30 Oktober 2016) sind auch in Griechenland die Uhren in üblicher Manier wieder um eine Stunde auf die sogenannte Winterzeit umzustellen.

Konkret sind die Uhren am Sonntagmorgen um 04:00 Uhr Lokalzeit (Eastern European Time / EET) auf 03:00 Uhr zurückzustellen. Die Winterzeit wird bis zum letzten Sonntag des Monats März 2017 beibehalten werden.

Benjamin Franklin gilt als „Vater“ der Sommerzeit

Für die Umstellung der Zeit „verantwortlich“ gemacht wird Benjamin Franklin, der bereits seit 1784 von der Zeitumstellung gesprochen haben soll. Konkret schlug er in einem in einer französischen Zeitung veröffentlichen Schreiben vor, die Menschen sollen während der Sommermonate eine Stunde früher aufwachen und ihre Arbeit antreten, damit in den Sommermonaten mehr natürliches Licht verfügbar ist und die Lichter später angezündet / eingeschaltet werden.

In Wirklichkeit schlug Franklin allerdings anstatt einer Umstellung der Uhrzeit vor, die Menschen sollen – immer mit dem Ziel, Energie einzusparen – Ihre Tagesabläufe ändern! Die Zeit wurde dagegen zum ersten Mal – zu einem eher bösen Zweck – im 1. Weltkrieg umgestellt, um Energie-Ressourcen einzusparen, aber auch, damit die Kriegsoperationen an verschiedenen Stellen des Planeten besser koordiniert werden. Danach wurde die Umstellung der Zeit nicht weiter umgesetzt und erst im 2. Weltkrieg wieder aktiviert.

In Griechenland wurde die Umstellung der Zeit im Jahr 1973 etabliert. Es war das Jahr, in dem der Planet eine der schlimmsten Energiekrisen erlebte und die europäischen gemeinsam Länder aufgefordert waren, eine Entscheidung zu treffen, damit Energie eingespart wird. Seitdem und gut 20 Jahre lang galt die Umstellung der Zeit, die jedoch in den verschiedenen Regionen Europas in unterschiedlichen Monaten erfolgte.

Erst 1996 wurde die Zeitumstellung für die gesamte EU einheitlich und alle Zeitzonen Europas betreffend geregelt und die Zeitspanne festgelegt. Seitdem gilt vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober eines jeden Jahres die Sommerzeit, welcher Regelung sich auch einige weitere (nicht der EU zugehörige) Länder angeschlossen.

(Quelle: Imerisia)

  1. Gumbert
    27. Oktober 2016, 19:38 | #1

    Sollte in GR abgeschafft werden, es gibt kaum arbeitende Bevölkerung, die so früh zur Arbeit geht. Und bei dem Wetter in Nordgriechenland kann man depressiv werden, wenn es um 17 Uhr schon dunkel wird!

  2. GR-Block
    27. Oktober 2016, 22:08 | #2

    Es gab Zeiten in GR, da waren die Arbeitszeiten im Sommer und Winter unterschiedlich. Also ganz im Sinne Franklins. Dazu brauchte man nicht wie heute die Uhrzeit zu fälschen. Das hatte auch den Charme der flexiblen Arbeitszeit. Denn nicht jeder Beruf brauchte das. In manchen Berufen reichte eine Änderung von 30 Minuten. Heute muss ein Kind im Sommer um 7:00 in die Schule, weil ihm die Großen einreden, es sei 8:00.
    Auch in D hat es sich, was die Energieersparnis angeht, nicht wirklich gelohnt. Freilich darf man in der Kalkulation nicht nur die Stromrechnung einbeziehen. Nein, bei jeder Zeitumstellung erhöhen sich im betreffenden Monat die Unfallzahlen um 20-30%, sagt der ACE. Und in UK haben sie ähnliches gefunden. Was der Bürger also an Strom spart, steckt er in Krankenhäuser und Beerdigungsinstitute. Nur Betriebe und ihre Investoren sparen dabei … naja, und Kriegstreiber: Die erste staatlich verordnete Sommerzeit führte D ein, um im 1. Weltkrieg an Kosten zu sparen. Danach wurde sie wieder im 2. Weltkrieg eingeführt. Und was kam dabei für die Soldaten heraus? D verlor beide Kriege.

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