Touristischen Kleinunternehmen in Griechenland droht plötzlicher Tod

21. September 2016 / Aufrufe: 604
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Den Betreibern kleiner touristischer Unterkünfte in Griechenland droht der plötzliche Tod.

Der Dachverband der Betreiber / Unternehmer touristischer Unterkünfte in Griechenland (SETKE) führt in einer Bekanntmachung an, die ab 2017 obligatorisch werdende Zwangsversicherung bei dem Sozialversicherungsträger der selbständigen Gewerbetreibenden (OAEE) stelle „den Grabstein für die kleinen Tourismus-Unternehmen dar„.

Weiter lautet es, die Unternehmen kleiner touristischer Unterkünfte, die ihre Aktivitäten in Gebieten des Landes mit weniger als 2.000 Einwohnern ausüben und gezwungen werden, sich (wieder) bei dem OAEE zu versichern, in einen plötzlichen Tod geführt werden.

Griechenlands Arbeitsminister soll sich den Gläubigern widersetzen

Infolge der besagten neuen Regelung werden die betroffenen Unternehmer ab dem 01 Januar 2017 und nachfolgend 20% ihres Einkommens für die Rentenversicherung und 6,96% für die Krankenversicherung abzuführen haben.

In seiner Bekanntmachung ruft der SETKE „den zuständigen Arbeitsminister auf, nicht dem Druck der ‚Quadriga‘ der Gläubiger nachzugeben, da im vorliegenden Fall die Verluste bei den Einnahmen des Staates und für die strapazierte griechische Wirtschaft sehr viel größer sein werden„.

Was die Konsequenzen betrifft, betont der SETKE, es sei vorauszusehen, dass diese sowohl für den Tourismus und die Wirtschaft der abgelegenen Inselregionen des Landes als im weiteren Sinn auch für das Inselwesen, die Beschäftigung und die Einnahmen des Staates unangenehm werden sein.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Ergänzend sei angemerkt, dass es in Gebieten mit weniger als 2.000 Einwohnern ansässigen Gewerbetreibenden im Rahmen einschlägiger Sonderregelungen bisher frei stand, sich anstatt bei dem OAEE bei der „Versicherungsanstalt für Landwirte“ (OGA) oder gegebenenfalls auch überhaupt nicht zu versichern.

Solche Sonderregelungen nutzten in der Vergangenheit sogar die Tochtergesellschaften namhafter (internationaler, speziell deutscher) Konzerne aus, indem sie ihren offiziellen Firmensitz kurzerhand irgendwo in der „Knüste“ ansiedelten. Nicht verschwiegen bleiben soll ebenfalls, dass – unter anderem wieder speziell auch aus Deutschland kommende – in Griechenland gestrandete „verkrachte Existenzen“ der OGA bis heute immense Kosten verursachen!

  1. Kleoni
    21. September 2016, 10:37 | #1

    wenn die kleinen und mittelständischen Betriebe bis zur Verramschung ausgeplündert wurden, dann geschieht das Schlimmste, das einem Land passieren kann, das Land, Grund und Boden werden an Ausländer verramscht und die dort lebende Bevölkerung versklavt. Das ist RAUBKAPITALISMUS, den die Unschuldigen für 50 Jahre Vetternwirtschaft und Verschwendungssucht z. Teil in die eigenen Taschen der Regierenden nun bezahlen müssen, denen nun alles genommen wird. Mittelständler, Handwerker, kleine von Familien betriebene Hotels etc. etc.

  2. Max Bartsch
    21. September 2016, 14:40 | #2

    Die ab dem 1.01.2017 geltende Versicherungsabgabe von insgesammt 27% auf das Nettoeinkommen von Unternehmen und Selbstständigen wird nicht nur die kleinen Tourismusbetriebe, sondern alle kleinen und mittleren Unternehmer Griechenlands einschliesslich der Bauern in die Zahlungsunfähigkeit treiben. Nur ist diese Massnahme von der Regierung des Hr. Tsipras ergangen um andere Kürzungen des Staatshaushaltes zu entgehen. Da es solch ein System in keinem anderen EU-Staat gibt! Wen wundert eine solche Massnahme bei dem Vorbild von Venzuela des Hr. Zipras.

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