Neue Erhöhungen der Kfz-Steuer in Griechenland

8. September 2016 / Aufrufe: 804
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Das Finanzministerium in Griechenland soll Erhöhungen der Kfz-Steuer planen, die speziell Besitzer neuerer Fahrzeuge mit niedrigem Hubraum belasten werden.

In den letzten Tagen kursieren in Griechenland erneut Szenarien bezüglich einer neuen Erhöhung der Kraftfahrzeugsteuer, die sich auf die Kfz-Steuer für das Jahr 2017 bezieht.

Auf Basis dieser Szenarien strebt das Finanzministerium an, für die öffentlichen Kassen einen Betrag der Größenordnung von 1,1 Milliarden Euro sicherzustellen.

Anreize für Besitzer hubraumstarker Altfahrzeuge

Die neuen Planungen der Regierung umfassen die Verlagerung der steuerlichen Lasten von den älteren Fahrzeugen mit großem Hubraum zu neueren Fahrzeugen mit geringerem Hubraum.

Spezieller soll die Berechnung der Kraftfahrzeugsteuer auf Basis der Abgasemissionen auch für all jene Fahrzeuge untersucht werden, die erstmalig ab dem 01 Januar 2007 und nachfolgend in den Verkehr gebracht worden sind. Derzeit erfolgt die Berechnung der Kfz-Steuer auf Emissionsbasis für Fahrzeuge, die erstmalig ab dem 01 November 2010 zugelassen worden sind, während die Steuer für ältere Fahrzeuge auf Basis des Hubraums und des Jahres der Erstzulassung berechnet wird. Von der in Rede stehenden Änderung wird erwartet, dass sie zusätzliche Belastungen für bis zu 9 Jahre alte Fahrzeuge herbeiführt.

Ebenfalls werden neue Sätze zur Berechnung der Kfz-Steuer für die Fahrzeuge untersucht, deren Kfz-Steuer auf Basis der Kohlendioxid-Emissionen berechnet wird, und zwar unter Erhöhung des Betrags je Gramm für die Fahrzeuge, deren Emissionen eine bestimmte Grenze (z. B. 150 Gramm / Kilometer) überschreiten. Schließlich ist auch eine Senkung der Kfz-Steuer für Fahrzeuge mit großem Hubraum und im Alter von über 15 Jahren vorgesehen, damit Eigentümern, die ihre Fahrzeuge (wegen der hohen Steuern) vorläufig still gelegt haben, ein essentieller Anreiz geboten wird, sie wieder in Betrieb zu setzen.

Jedenfalls wird erwartet, dass die wie auch immer gearteten Änderungen gegen Ende September 2016 bekannt gegeben und über die endgültigen Entscheidungen auch die sogenannten Institutionen (sprich Gläubiger des Landes) in Kenntnis gesetzt werden.

(Quelle: Imerisia)

  1. White Tower
    8. September 2016, 08:04 | #1

    Der Fahrzeugmarkt in Griechenland ist kaputt … jetzt möchte man ihn wohl endgültig begraben. Anstatt Anreize zum Autokauf erfindet man schon wieder eine schwachsinnige Steuer. So macht man die Wirtschaft eines Landes nach und nach mehr kaputt.

  2. Griechen-Fan
    8. September 2016, 18:38 | #2

    Griechenland ist verloren. Anders kann ich es nicht mehr formulieren. Ich kenne keine Zahlen, die eine Aufwärtsbewegung ausmachen, und die Regierung verhält sich so, dass die Probleme vergrößert werden. Dies alles geschieht unter der Fuchtel der Euro-Befürworter im Sinn eines Verbleibs in diesem Währungssystem. Wer diese Dinge nicht versteht, sollte sich mit der Entwicklung Argentiniens zu Zeiten des Dollars beschäftigen. Dort ist zu sehen, wie sich eine zu schwere Währung auswirkt, die nicht der Kontrolle des Staates unterliegt.
    Ich weiß nicht, wie lange die Griechen noch durchhalten, meiner Meinung nach wird es aber mit solchen Maßnahmen zu einem völligen Zusammenbruch kommen, leider. Mir tun die Griechen leid, dass sie eine solche Tragödie durchleben müssen.

  3. GR-Block
    8. September 2016, 20:31 | #3

    Ja, es ist schon eine Katastrophe für die EU. Da will ein Staat seine Importe reduzieren und versteuert deshalb Importware indirekt. Egoistischerweise denkt er dabei gar nicht an die Gewinne derer, die bei ihm die Korruption im Flick’schen Maßstab eingeführt hatten, damals in den 80ern und 90ern. Seinerzeit wurde er BRDigt, jetzt wird er begraben … der griechische Automarkt.
    Kein Wunder, dass man nun in der Presse lesen muss, „Deutsche Unternehmen drosseln Produktion unerwartet stark“ (DWN). Oder gar, „Banken bereiten sich weltweit auf Massen-Entlassungen vor“ (DWN)

  4. ToMaraki
    9. September 2016, 07:50 | #4

    Egal was man tut, die suchen sich etwas Neues aus.Man verkauft das grosse Auto, legt sich das kleine zu … und schwuppsdiwupps … wieder eine neue Steuer. Das ist gemeine Willkuer gegenueber dem Griechischen Volk! Von vornerein haetten die das wie in Zypern machen sollen. Das kommt nach all dem Absaugen auch noch auf die Griechen zu. Nur natuerlich zu spaet, dies hat man hingezogen bis die Elite ihr Geld herausgezogen hat und man sie dafuer dann nicht mehr belangen kann. In Griechenland verjaehrt ja schliesslich alles was die Elite betrifft. Griechische Diktatur, war nie schlimmer!

  5. LiFe
    9. September 2016, 16:32 | #5

    Im vergangenen Jahr, also 2015 hatten über 70.000 Griechen Fahrzeuge abmelden müssen, weil sie die Kfz-Steuer nicht bezahlen konnten. Vielleicht stimmen die Zahlen nicht mal. Vielleicht waren es mehr. Sollen diese Erhöhungen etwa Löcher stopfen? Dann hätten sie doch einfach auf Erhöhungen verzichten sollen. Wie lange sollen die Menschen „verwirrt“ werden? Eine Schreckensmeldung jagt die andere. Was für einen Stress müssen die Menschen aushalten. Wie lange noch?

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