Griechenlands „Rettung“ erweist sich als sehr … lukrativ

10. September 2016 / Aufrufe: 1.007
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Griechenland zahlte für seine sogenannte Rettung bisher allein an Österreich Zinsen in Höhe von 110 Millionen Euro für bilaterale Kredite.

Wie aus den Angaben hervorgeht, die jüngst der Haushaltsausschuss des österreichischen Parlaments bekannt gab, nahm Österreich von Griechenland für Kredite in Höhe von 1,577 Mrd. Euro bis Mitte 2016 Zinsen in Höhe von 110 Mio. Euro ein.

Den Angaben zufolge belief sich die Beteiligung Österreichs allgemein an europäischen Hilfsprogrammen auf 3,9 Mrd. Euro in bar und auf 9,9 Mrd. Euro in Form von Bürgschaften für Kredite, die von dem ersten vorläufigen Rettungsfonds EFSF gewährt worden waren.

Österreichs Zinserträge widerlegen antihellenische Propaganda der FPÖ

Wie in diesem Zusammenhang angeführt wird, waren von den rund 3,9 Mrd. Euro, die Österreich in bar gegeben hatte, insgesamt 1,557 Mrd. Euro für direkte Kredite an Griechenland aufgebracht worden, für welche Athen bis Mitte 2016 Zinsen in Höhe von 110 Mio. Euro bezahlt hat.

Weitere 2,227 Mrd. Euro sind als Beteiligungskapital in den ständigen Rettungsmechanismus ESM geflossen, der außer Griechenland auch Zypern, Irland, Spanien und Portugal mittels diverser Hilfsprogramme finanziert hat. Die übrigen 116 Mio. Euro, die sich derzeit auf einem Sonderkonto befinden, sind Gewinne der österreichischen Zentralbank aus dem Verkauf griechischer (Staats-) Anleihen und müssen auf Basis der 2012 getroffenen Vereinbarung an Griechenland entrichtet werden, wenn dazu von den Finanzministern der Eurozone das „grüne Licht“ gegeben werden wird.

Die Tatsache, dass Griechenland für die bilateralen Kredite bisher Zinsen in Höhe von 110 Mio. Euro an Österreich gezahlt hat, kippt völlig das Katastrophengeschwätz, dessen sich in den vergangenen Jahren die rechtsextreme Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), die größte der österreichischen Opposition, im Rahmen ihrer antihellenischen Propaganda bezüglich angeblich ungeheurer Nachteile für die österreichischen Steuerzahler aus den Schritten zur Rettung Griechenlands bedient hatte.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. windjob
    10. September 2016, 06:09 | #1

    So was nennt sich also „Wertegemeinschaft“. Alle verdienen am Leiden einer Nation. Dass die Rettungspakete nicht Griechenland gegolten haben, sonder hauptsächlich den Banken, wird tunlichst verschwiegen. Und dies unter den Augen der sogenannten Troika. Diese ganze EU ist insgesamt ein korrupter Haufen, in dem nur gekungelt wird. Angeführt von Juncker, Dusseldoof, Schulz und gefolgt von Schäuble und Merkel. Wenn man nun auch noch bedenkt, dass Schäuble derzeit sogar als Merkels Nachfolger gehandelt wird, dann Gnade uns Gott. Aber Erdogan wird von allen hoffiert, obwohl er mit dem Einmarsch in Syrien gegen das Völkerrecht verstossen hat. Unter mehr als fadenscheinigen Gründen. Man traut sich kaum noch, Nachrichten zu hören oder anzuschauen.

  2. Kleoni
    10. September 2016, 09:01 | #2

    BILD und FOCUS blasen doch ins gleiche Horn und verbreiten, dass der Deutsche Steuerzahler für die Schulden aufkommt. Deswegen mögen auch genau diese Länder den gestrigen Südeuropagipfel in Athen ganz und gar nicht. Man lässt sich doch sichere Zinspfünde nicht nehmen. Übrigens typisch für die deutschen Medien: die ARD hat dieses Treffen totgeschwiegen. Deutschland hat bisher nur Zinserträge verbucht und kein einziger Steuerzahlercent ist nach Griechenland geflossen.

  3. weekend
    10. September 2016, 13:20 | #3

    Laut einer zuverlaessigen Quelle haben die Deutschen aus den Hilfskrediten an Griechenland 360.000.000 Euro verdient! Stand war damals 05. 03. 2015. Wir werden von den Reichsten und der EU ausgespielt und abgezockt, welches Leid dadurch entsteht – denke, das nehmen sie billigend inkauf, dann sollten sie wenigstens nicht so scheinheilig sein und zu ihrem Tun stehen. Aber das ueberlassen sie den Buergern der EU – die das betrifft und auf das Mitleid von anderen Buergern, die die Suppe ebenfalls ausloeffeln sollen. In meinen Augen ist das eine riesige Geldbeschaffung und Geldwaschanlage fuer die Reichen und Reichsten auf diesem Planeten, wo alle Aermeren und Armen zu bluten haben, koste es – was es wolle.

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