Griechenlands Online-Käufer bevorzugen ausländische E-Shops

3. September 2016 / Aufrufe: 570
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Immer mehr Konsumenten in Griechenland sprechen für Einkäufe per Internet ausländischen Anbietern ihr Vertrauen aus.

Wenn die griechischen Konsumenten sich zum Kauf von Produkten über das Internet entscheiden, zeigen sie eine klare Vorliebe für die ausländischen Online-Shops, und zwar vorrangig wegen der viel niedrigeren Preise, die diese im Vergleich zu den griechischen E-Shops bieten.

Dies geht aus einer neulich von PayPal und der GfK durchgeführten Untersuchung hervor, laut der in Griechenland 95% der Online-Konsumenten Käufe bei ausländischen E-Shops tätigen.

Auslandseinkäufe stellen kein exotisches Erlebnis mehr dar

Großbritannien wird von den meisten griechischen Online-Käufern bevorzugt: 54% der grenzüberschreitende Käufe tätigenden E-Shopper haben dort bereits eingekauft. Andere Ziele grenzüberschreitender Käufe sind China (47%), USA (34%) und Deutschland (21%). Aus besagter Untersuchung geht hervor, dass der Hauptgrund für Einkäufe aus Großbritannien, den USA und Deutschland die günstigeren Preise bei den Produkten sind (entsprechend 27%, 22% und 22%), gefolgt von dem Zugang zu in Griechenland nicht verfügbaren Produkten sowie auch der besseren Qualität der Produkte.

Was China betrifft, basieren die Kaufentscheidungen ebenfalls hauptsächlich auf den besseren Preisen: dies stellt das Grundkriterium für 72% der griechischen Online-Konsumenten dar, die aus diesem Land einkaufen. „Die digitale Globalisierung des Handels ist eine Tatsache, und die griechischen Kunden haben begonnen, ihre Vorteile besser zu begreifen„, erklärt Matt Komorowski, Managing Director bei PayPal für Zentral- und Osteuropa, und fügt an: „Deswegen beobachten wir heutzutage, dass sie auf alltäglicher Basis noch billigere Märkte als China erforschen. Und die Anzahl der Kunden, die in China einkaufen, nimmt kontinuierlich zu – derzeit kaufen 47% der griechischen Kunden aus diesem Land ein.

Unter allen Konsumenten, die an der Untersuchung in Griechenland teilnahmen, haben 88% kein Problem, Käufe bei Händlern mit Sitz im Ausland zu tätigen, und der grenzüberschreitende Handel stellt für die Griechen inzwischen nicht mehr ein … exotisches Erlebnis dar. 35% beschäftigt es nicht, wo der Sitz der Firma ist, solange es sich um einen zuverlässigen und renommierten Anbieter handelt, während 23% der Befragten sich auf den Preis konzentrieren – wenn die Gesamtkosten günstig sind, überdenken sie ihre Einkäufe kein zweites Mal, selbst wenn der Händler sich im Ausland befindet.

Kleidung, Elektronik, Schmuck und Uhren

Gemäß der in Rede stehenden Untersuchung wenden die Griechen sich Online-Käufen aus dem Ausland hauptsächlich zu, um Kleidungsartikel (41%), elektronische Konsumgüter (31%), Schmuck und Uhren (17%) einzukaufen.

Jedoch erfahren auch andere Kategorien wie digitale Güter oder Reisen ebenfalls ein gestiegenes Interesse seitens der griechischen Online-Käufer: diese Artikel machen jeweils 11% der Online-Käufe aus, welche die Griechen in den letzten 12 Monaten in ausländischen E-Shops tätigten.

(Quelle: Imerisia)

  1. windjob
    3. September 2016, 09:59 | #1

    Das ist nicht nur bei E-shops so. Insgesamt sind jede Art von technischen Artikeln im Ausland wesentlich billiger. Ich hatte dies in der Vergangenheit mehrfach und kann Beispiele nennen. Mein Monitor von BENQ in Deutschland trotz Versandkosten ca. 100€ billiger. Ankerwinsch und Aussenborder trotz Versandkosten in Deutschland um mehr als 200€ billiger. Da fällt es schon schwer die Teile lokal zu kaufen. Wenn der Preisunterschied bei 10% liegen würde wäre es ja noch überlegenswert. Aber so nicht. Ich weiss nicht woran es liegt aber habe das Gefühl, dass sich hier in Athen eine kleine Mafia bereichert.

  2. Imandra
    4. September 2016, 07:28 | #2

    Das ist nicht nur in Athen so, selbst wenn man eine höhere Mwst und höhere Transportkostem etc. zu Grunde legt, bleiben die Preisunterschiede schwindeleregend !

  3. Uschi Niemann
    4. September 2016, 10:07 | #3

    Als ich kürzlich hier in GR eine Sonnenliege kaufen wollte (man sollte ja meinen, dass das heir ein Standardartikel ist …) da sollte eine einfache Liege hier 99 € kosten. Mit dem Hinweis „Demnächst bekommen wir ähnliche aus China, die kosten dann nur 75€!“ bin ich nach Hause und habe mir über ebay eine komfortable Liege gekauft: 45 € inclusive Versand! Auch Elektronikartikel beziehe ich aus DE und mein komplettes Bastelzubehör kommt aus China. Würde ich es hier vor Ort kaufen, wäre es um ein vielfaches teurer – und kommt doch letzendlich auch aus China …

  4. HJM
    4. September 2016, 17:47 | #4

    Meine Erfahrungen sind gänzlich anders. Online: will ich aus Griechenland in einem deutschen Online-Shop kaufen, so kommt in der Regel die Einblendung „Leider liefern wir nicht nach Griechenland“. Aus die Maus. „Normales“ Handelsgeschäft: üblich sind absolut vergleichbare Preise, nicht selten aber sind ausländische / gerade auch deutsche (technische) Artikel deutlich günstiger. Spitzenreiter war die Fa. Blickle aus Balingen: für den gleichen Artikel in Deutschland netto € 40 (pro Stück), in Griechenland beim Vertragshändler € 20 … . Ich war baff!

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