Türken flüchten vor Erdogan nach Griechenland

27. August 2016 / Aufrufe: 257
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In Griechenland trafen in den vergangenen Tagen wieder türkische Staatsangehörige ein, um dem Pogrom des rasenden Sultans Erdogan in der Türkei zu entgehen.

In Griechenland trafen in den vergangenen Tagen in der nordostgriechischen Region Alexandroupoli und auf der Insel Rhodos insgesamt 7 illegal eingereiste türkische Staatsbürger – konkret 5 Erwachsene und 2 Minderjährige – ein, um politisches Asyl beziehungsweise Transitvisen zu beantragen.

Bei Alexandroupoli wurde eine vierköpfige Familie aufgegriffen (wie die griechische Zeitung „Kathimerini“ berichtete, ein Professoren-Ehepaar mit zwei Kindern), die höchstwahrscheinlich mit einem Boot den Grenzfluss Evros überquert hatte, während sich auf der Insel Rhodos drei Personen – ebenfalls Akademiker bzw. Lehrkräfte – den griechischen Behörden stellten, um ein Transitvisum zu beantragen.

Gut betuchte „Dissidenten“ mit gültigen US-Visen …

Im Fall der auf Rhodos erschienenen und über gültige (!) Einreise-Visen der USA verfügenden drei Türken wurden diese bei der Passkontrollstelle des zentralen Hafens auf Rhodos vorstellig und äußerten den Wunsch, Visen für den vorübergehenden Aufenthalt in Griechenland (Transitvisen) ausgestellt zu bekommen, um im weiteren Verlauf legal in die USA ausreisen zu können. Die besagten Türken, die einen erheblichen Geldbetrag und Goldmünzen mit sich führten, legten dar, auf der Insel Rhodos mit einem Schiff angelangt zu sein, ohne dieses jedoch konkret benennen zu können, und vertraten, bereits vor drei Tagen an dem Strand Stegna“ eingetroffen zu sein und sich bisher dort aufgehalten zu haben.

Informationen der Lokalzeitung „Dimokratiki tis Rhodos“ zufolge schilderten die drei Türken, ihnen sei – wie es im übrigen auch zigtausenden ihrer Kollegen in allen Bildungsstufen nach dem gescheiterten Putschversuch des 15 Juli 2016 widerfuhr – das Verlassen der Türkei untersagt worden.

Derzeit werden sie in den Arrestzellen des Polizeireviers Rhodos festgehalten und der illegalen Einreise nach Griechenland beschuldigt. Um das Verwaltungsverfahren ihrer Abschiebung in die Türkei auszusetzen, werden sie politisches Asyl beantragen und Einspruch gegen ihre Inhaftierung einlegen. Was das zu ihren Lasten eingeleitete Strafverfahren wegen illegaler Einreise nach Griechenland betrifft, wurde dieses nicht im Schnellgerichts-Verfahren betrieben und es wird damit gerechnet, dass der Prozess im regulären Verfahren zur Verhandlung angesetzt werden wird.

(Quelle: iefimerida.gr)

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