Steuerfahndung in Griechenland nimmt … Esel ins Visier

13. August 2016 / Aufrufe: 698
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Gegen die Eselführer in Lindos auf der Insel Rhodos in Griechenland wurde eine empfindliche Geldstrafe wegen diverser Steuervergehen verhängt.

In das Visier des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen (GGDE) in Griechenland sind nun sogar auch die … Esel geraten!

Konkret geht es um die Esel bzw. deren Führer, die sich auf der Insel Rhodos und spezieller in Lindos den Besuchern mehr oder weniger aufdringlich anbiedern, sie gegen ein entsprechendes Entgelt auf dem Rücken der Tiere zu der antiken Befestigungsanlage („Akropolis“)  des Ortes zu bringen.

Bis zu 15 Euro für einen Eselritt zur Akropolis auf Rhodos

Wie sich aus den einschlägigen Bekanntmachungen und Pressemeldungen schließen lässt, nahmen allerdings die Fahnder des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) die „Esel von Lindos“ nicht nur zufällig, sondern vielmehr auch nach zahlreichen Beschwerden von Touristen ins Visier, die monierten, keine Quittungen ausgestellt bekommen zu haben und im übrigen mit Wucherpreisen von bis zu 15 Euro abgezockt worden zu sein.

Anlässlich des Themas, das anfänglich von der Lokalzeitung „Rhodiaki“ publik gemacht und daraufhin von etlichen griechischen Medien dankbar (Stichwort: Sommerloch) aufgegriffen und „multipliziert“ wurde, führte das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen (GGDE) in einer Bekanntmachung an, bei einer von zwei Steuerbeamten durchgeführten Kontrolle sei festgestellt worden, dass für fünf Tickets im Wert von jeweils fünf Euro keine Quittungen ausgestellt worden waren. Außerdem wurde im weiteren Verlauf festgestellt, dass der Verein „Kleovoulos“, in dem sich die in Rede stehenden Eselstreiber formal zwecks Nutzung besagter Tiere (und Ausschluss nicht „organisierter“ Konkurrenten) organisiert haben, nicht einmal zur – gesetzlich obligatorischen – Anmeldung eines Gewerbes bei dem zuständigen Finanzamt geschritten war.

Schließlich wurde gegen den Verein vorerst eine Geldstrafe in Höhe von Insgesamt 4.240 Euro verhängt – womit jedoch die ganze Sache kaum ausgestanden, sondern eher erst richtig in Gang gebracht worden sein dürfte … .

(Quellen: rodiaki.gr, diverse Medienberichte)

KategorienSteuerwesen
Tags:
  1. Rudi
    13. August 2016, 10:52 | #1

    Die Sache ist nicht nur ein Fall für die Steuerfahndung, sondern auch für den Tierschutz. 20% des Eselgewichts ist die maximale Traglast. Das sind bei einem ausgewachsenen Esel mit einem Stockmaß über 110cm 80kg. In Lindos werden auch die fettesten Touristen, mit weit über 100Kg Körpergewicht, auf die dort relativ kleinen Esel geladen und die steile und glatte Steintreppe hinauf zur Akropolis getrieben.

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