Finanzministerium in Griechenland stellt Bürger unter Generalverdacht

22. August 2016 / Aufrufe: 585
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Das Finanzministerium in Griechenland stell 1,8 Millionen Bürger und Unternehmen unter den Generalverdacht der Steuerhinterziehung.

Wie die griechische Zeitung „To Vima tis Kyrakis“ in einem am 21 August 2016 publizierten Artikel enthüllte, stellt Griechenlands Finanzministerium  mit seinem neuen ehrgeizigen Plan zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung 1,8 Millionen Steuerpflichtige unter den Generalverdacht, Steuerhinterzieher zu sein.

Unter anderem soll dabei auch spezielle Software eingesetzt werden, um rund um die Uhr der Besteuerung entgehenden Einkünften auf die Spur zu kommen.

Griechenlands Finanzamt nimmt Social Media unter die Lupe

Mithilfe der Technologie, verschiedener Datenbanken von Banken, Finanzämtern, Hypothekenregistern, Grundbuchstellen usw., aber selbst Daten, die sogar auch aus Anwendungen sogenannter Sozialer Medien (Facebook, Instagram usw.) geschöpft werden sollen, werden die Steuerprüfer des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen, des Dezernats für Wirtschaftkriminalität und anderer staatlicher Dienststellen 1.800.000 Steuer-IDs von Bürgern und Unternehmen ins Visier nehmen, für die bereits Steuerhinterziehungs-Indizien vorliegen (s. auch Griechenland nimmt Blogs, Webseiten und Facebook ins Visier).

Hauptziel der neuen Kontrollen mit „Waffe“ die Technologie ist zuständigen Faktoren des Finanzministeriums zufolge, die öffentlichen Einnahmen zu steigern, aber auch der Botschaft Nachdruck zu verleihen, dass „nichts unter der Sonne verborgen bleiben wird“.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. windjob
    22. August 2016, 20:22 | #1

    Na ja, unter Generalverdacht stehen wir doch alle. Ob in Deutschland oder anderswo. Dass Steuerhinterziehung kein Kavaliersdelikt ist haben einige wohl noch nicht verstanden. Am wenigsten die Reichen, die es garnicht nötig hätten. Treffen tut es immer die kleinen Leute, leider.

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