Griechenland will Gotteslästerung entkriminalisieren

24. Juli 2016 / Aufrufe: 406
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Der gesetzvorbereitende Ausschuss für die Revision des Strafgesetzes in Griechenland untersucht die Entkriminalisierung des Verbrechens der Blasphemie.

Wie es in einer Bekanntmachung des griechischen Justizministeriums lautet, schuldet der Staat parallel zu den Bemühungen, dem Rassismus und der Hass-Rhetorik zu begegnen, auch Maßnahmen zur vollumfänglichen Sicherstellung der freien (Meinungs-) Äußerung zu ergreifen.

Weiter gibt das Justizministerium bekannt, die Entkriminalisierung der – in Griechenland bisher als Verbrechen geltenden – Blasphemie sei in das Ermessen des gesetzvorbereitenden Ausschusses für die Revision des griechischen Strafgesetzbuchs gestellt worden.

Gotteslästerung „kostet“ in Griechenland bis zu 2 Jahre Knast

Obige Position wird das Ministerium ebenfalls demnächst auch bei der Untersuchung Griechenlands durch den Ausschuss der Vereinten Nationen für die Beseitigung der rassischen Diskriminierungen (03 – 04 August 2916 in Genf) vertreten.

Gemäß Artikel 198 des (derzeit geltenden) griechischen Strafgesetzbuchs wird für das Verbrechen der „böswilligen Blasphemie“ mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft, wer öffentlich und böswillig auf jede beliebige Weise Gott beschimpft. Wer – abgesehen von dem Fall des Paragraphen 1 – öffentlich blasphemisch mangelnden Respekt an das Göttliche bekundet, wird mit Freiheitsentzug von bis zu sechs Monaten oder einer Geldstrafe von bis zu dreitausend (3.000) Euro bestraft.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Wildkatze
    31. Juli 2016, 21:40 | #1

    Das ist ja tiefstes Mittelalter! Wo gibts denn heute noch sowas? Herrscht in Griechenland keine Religionsfreiheit? Damit meine ich Freiheit von Religion! Nicht Gott hat die Menschen erschaffen – die Menschen haben Gott erschaffen!

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