Erdogan steigert Druck auf Griechenland

26. Juli 2016 / Aufrufe: 1.917
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Dem durchgeknallten Sultan ist offensichtlich kein Mittel zu schäbig, die Auslieferung der nach Griechenland geflohenen acht türkischen Militärs zu erzwingen.

Das Regime des psychotischen „Sultans“ Tayyip Erdoğan ist offensichtlich entschlossen, jedes Druckmittel auszuüben, um die Auslieferung der nach Griechenland geflohenen türkischen Offiziere zu erzwingen, aber diese auch psychologisch zu „brechen“.

Die griechische Zeitung „To Pontiki“ enthüllte am 25 Juli 2016 den „schmutzigen Krieg“ zu Lasten nicht nur der besagten 8 türkischen Militärs, die jüngst aus „Sicherheitsgründen“ in einer Nacht- und Nebelaktion nach Athen gebracht wurden und derzeit in dem (ehemaligen) Olympischen Dorf im Bezirk Thrakomakedones unter Isolierung und Bewachung gestellt wurden, sondern auch ihrer Familien.

Erdogan nimmt Familien angeblicher Putschisten in Sippenhaft

Auf höhere (…) Anweisung schritt das türkische Finanzministerium zur Beschlagnahme des mobilen und immobilen Vermögens der in Rede stehenden 8 türkischen Offiziere und aller ihrer Verwandten bis hin zum zweiten Grad. Weiter verließen die Familien der „Deserteure“ aus Angst vor Repressalien seitens fanatischer Islamisten oder sonstigen unvorhersehbaren Faktoren ihre Wohnungen in Istanbul und werden in den letzten Tagen in – hauptsächlich weitab der Stadt liegenden – Häusern von Verwandten und Freunden beherbergt

Es ist natürlich und naheliegend, dass die türkischen Offiziere ernsthafte Befürchtungen in Zusammenhang mit dem Leben der ihnen nahestehenden Menschen im Nachbarland zum Ausdruck bringen. All dies zu einer Stunde, wo die Verwirrung in Bezug darauf anhält, wann sie dem Asylausschuss vorgeführt werden sollen.

Speziell solange die anormale Lage in der Türkei anhält und die allgemeinen „Säuberungen“ zu Lasten all jener weitergehen, die von Regierung Erdogan als „Gülenisten“ oder Feinde des Regimes betrachtet werden, vermeidet die griechische Regierung, die „heiße Kartoffel“ der Untersuchung der Asylanträge der 8 desertierten türkischen Offiziere anzufassen, und zieht damit das Ringen sowohl selbiger türkischer Häftlinge als auch der – gebieterisch deren Auslieferung als Putschisten verlangenden – Regierung Erdogan in die Länge.

(Quelle: To Pontiki, Autor: Michalis Laganis)

  1. jörg
    26. Juli 2016, 07:28 | #1

    und die EU wird Erdogan und seinem neuen Freund Putin zu „Füssen“ liegen. Jahrelang forderte der neue Waffen von der Nato und Gelder für die Unterstützung gegen den Feind aus dem Osten. Selbst deutsche Patriot Raketen mussten dafür herhalten! Jetzt hat Erdogan seinen Putsch gehabt und kann alle unliebsamen Leute beseitigen. Den Putsch hat er natürlich mit Hilfe von Russland schnell niedergeschlagen. Das dieser Putsch wohl kein Putsch war, das beweist wohl die schlampige Ausführung. Über seine Imame wird Erdogan jetzt die Türken überall in Europa „aufhetzen“ .

  2. windjob
    26. Juli 2016, 13:58 | #2

    Erdogan ist, in meinen Augen, der Wolf im Schafspelz und brandgefährlich. Ich frage mich, welche Berater Merkel eigentlich hat oder hört sie auf die nicht mehr. Hier ist grösste Zurückhaltung angesagt. Man kann nur hoffen, dass das türkische Volk irgendwann selbst merkt auf was es sich einlässt. Die ersten Anzeichen sind ja schon da.

  3. weekend
    26. Juli 2016, 21:11 | #3

    Ein Land erpressen, weil sie die Menschenrechte respektieren – Erdogan kann doch nicht wirklich seine Ideale im Ausland so einfordern, wie er es in der Tuerkei praktiziert. Soll das demokratisch sein… und soll sich Griechenland schuldig machen, wenn sie dort misshandelt oder gar die Todesstrafe erwartet (mal sehen, wann sie eingefuehrt wird). Und Frau Merkel geht bei ihm auf Kuschelkurs – wo bleibt die EU bei solchen Entscheidungen, oder gilt EU nur, wenns ums abkassieren geht?

  4. Kleoni
    27. Juli 2016, 09:15 | #4

    man lässt Griechenland – natürlich mit schönen Worten ohne Taten – einmal mehr im Stich. Natürlich immer noch im Hinterkopf, endlich die aktuelle Regierung wegzumobben, danach kann man gerne über Hilfen sprechen. Dass die Türkei schon seit Jahren täglich den griechischen Luftraum verletzt, lässt EU und auch die NATO völlig unberührt. Ein Schelm, wer böses denkt, dass plötzlich türkische Flüchtlinge sog. „Terroristen/Putschisten“ nach Griechenland durchsickern, um Asyl zu beantragen. Erdogan kann Griechenland erst so richtig erpressen und sich in die griechische Politik einmischen. Zur Wirtschaftsbesatzung nun auch noch die türkische Bedrohung. Man dachte, es kann nicht mehr schlimmer kommen, aber gerade kommt es noch schlimmer für Griechenland.

  5. LiFe
    27. Juli 2016, 23:53 | #5

    Es wurde mit Griechenland über Jahre nur geredet, verhandelt, diskutiert, Reformen gefordert und Bedingungen ausgehandelt und nichts wurde unternommen, wie man Griechenland aus der Krise hebt! Ein schwaches Europa wurde bewiesen und jetzt erleben wir Veränderungen, die uns alle aus der Fassung bringen werden!

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