Warum Dijsselbloem Griechenlands Premierminister bewundert

6. Juni 2016 / Aufrufe: 773
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Warum Eurogruppen-Chef Dijsselbloem Griechenlands Premier Alexis Tsipras und dessen italienischen Amtskollegen Matteo Renzi bewundert.

Bei einem gemeinsamen Interview an sechs europäische Zeitungen brachte der Vorsitzende der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, seine Bewunderung für den griechischen Premierminister Alexis Tsipras, aber auch den italienischen Premierminister Matteo Renzi zum Ausdruck.

Über Alexis Tsipras sprechend meinte er charakteristisch: „Ich bewundere den griechischen Premierminister, der im vergangenen September die Parlamentswahlen gewann, nachdem er vorher dem neuen Hilfspaket zustimmte, das harte Bedingungen enthält.

Tsipras schafft trotz allem, an der Macht zu bleiben

Parallel zeigte der Leiter der Eurogruppe sich sicher, dass der IWF die Eurozone in dem Plan für die Erleichterung der griechischen Verschuldung bis 2018 unterstützen werde, wenn Griechenland das Rettungsprogramm vollendet haben wird, und endete:

Ich bin Sozialdemokrat und meine, Alexis Tsipras ist das charakteristischste Beispiel. Er kommt von der extremen Linken und wurde im vergangenen Jahr unter dem Versprechen gewählt, das Unmögliche zu realisieren. Nach einer neuen Krise korrigierte er seine Fehler, er selbst änderte sich, seine Partei ist ehrlicher geworden und wurde von dem Volk zum zweiten Mal gewählt. Ich bewundere ihn sehr, wie auch Matteo Renzi. Sie treiben die Reformen voran und bringen es fertig, an der Macht zu bleiben.

(Quelle: To Pontiki)

  1. GR-Block
    6. Juni 2016, 10:13 | #1

    „Tsipras schafft trotz allem, an der Macht zu bleiben“ – Als ob er sagen wollte: „Maschallah! Tsipras ist doch einer von uns“
    Dijsselbloem der Sozyniker. Er will wohl Juncker beerben und Oberkommissar werden, gleich nachdem sein Mentor Schäuble Bundespräsident geworden ist. Dann gibt es noch mehr holländischen Käse in der EU.

  2. Ronald
    6. Juni 2016, 13:44 | #2

    Dieses Lob von D. ist wie ein Preis, den man nicht annehmen möchte. Als Tsipras Ministerpräsident wurde habe ich gedacht „Gut, er wird nichts von dem was er den Wählern versprochen hat durchsetzen können, aber er wird mit seinem Elan und seinem Querdenkerteam das Land reformieren und die verkrusteten Strukturen aufbrechen“. Er hat nichts getan, außer das was alle letzten Regierungen vor ihm gemacht haben. Ist wie bei Tütensuppen. Steht manchmal Maggie und manchmal Knorr drauf, schmeckt aber gleich.

  3. Götterbote
    6. Juni 2016, 15:01 | #3

    Ich kann da Dijsseldoof voll und ganz verstehen: „Nach einer neuen Krise korrigierte er seine Fehler, er selbst änderte sich, seine Partei ist ehrlicher geworden und wurde von dem Volk zum zweiten Mal gewählt.“ Eine Eigenschaft, die kein anderer Politiker und keine Partei in Europa von sich behaupten kann. Nur leider hat sich Tsipras in die falsche Richtung gedreht.

  4. Frank-Uwe Albrecht
    7. Juni 2016, 00:11 | #4

    Wenn Dein Feind Dich lobt, hast Du etwas falsch gemacht. Mehr muss man dazu nicht sagen.

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