Griechenlands Fiskus … säuft kräftig mit

26. Juni 2016 / Aktualisiert: 02. Juli 2016 / Aufrufe: 459
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Von dem Einzelhandelspreis jeder in Griechenland verkauften Flasche Bier gehen seit Juni 2016 rund 45 Prozent an den Fiskus!

Laut Minas Zooullis, dem geschäftsführenden Vorstand der Athener Brauereibetriebe (Athenian Brewery), summieren sich die fünf aufeinanderfolgenden Erhöhungen der Sonderverbrauchsteuer in Griechenland auf Bier seit 2008 bis heute auf 443%!

Weiter vertritt er, die Auswirkung der letzten Erhöhung der Sonderverbrauchssteuer auf Bier ab dem 01 Juni 2016 beeinträchtige nicht nur den Marktführer (der Anteil der auf dem griechischen Markt unter anderem mit den Marken Amstel und Heineken präsenten Athener Brauereibetriebe tangiert derzeit 53%), sondern auch die gesamte Branche.

Brauereien vermögen Erhöhung der Biersteuer nicht zu „schlucken“

Auf einem rückläufigen Markt (innerhalb der letzten fünf Jahre gingen pro Jahr 2% „verloren“) tangiert der Satz der Besteuerung (Sonderverbrauchsteuer & Mehrwertsteuer) des Produkts (Flasche mit 500 ml) von bisher 36% nunmehr 45% und für den Konsumenten wird der Endpreis um 16% höher sein, welche Erhöhung die Firma – mit ihren erstickenden Margen als gegeben – „nicht zu absorbieren vermag„.

Was die anhängige Sache der von dem Wettbewerbsausschuss verhängten Geldstrafe in Höhe von 31,4 Mio. Euro betrifft, führte Minas Zooullis an, „wir schöpfen alle uns von dem Gesetz gegebenen Mittel aus, um einer ungerechten und unbegründeten Beschuldigung zu begegnen„, und dass die Gesellschaft die Verfahren sowohl vor den Verwaltungs- als auch Strafgerichten – bei denen auf Basis des Berichts des Wettbewerbsausschusses gegen die Gesellschaft Verfahren wegen Verfälschung des Wettbewerbs eingeleitet worden sind – vollumfänglich respektiere, ohne jedoch zu Einzelheiten zu schreiten.

Trotz allem merkte der geschäftsführende Vorstand der Athener Brauereibetrieb an, die Gewinne vor Steuern und Zinsen, die sich derzeit auf 14,7 Mio. Euro bzw. um 4,1% gestiegen gestalten, werden in Verluste in Höhe von 16,8 Mio. Euro umschlagen, wenn die Geldstrafe zu entrichten sein wird. Jedoch werde dies – zumindest nicht in einem großen Grad – keinen Hemmschuh für das (auf rund 67 Mio. Euro veranschlagte) dreijährige Investitionsprogramm der Gesellschaft darstellen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Unlauterer Wettbewerb auf dem Bier-Markt in Griechenland

Wie es zu der gegen die Athener Brauerei-Betriebe verhängten Mammut-Strafe in Höhe von über 31 Mio. Euro wegen unlauteren Wettbewerbs kam, vermittelt der nachstehende Auszug einer im Dezember 2015 publizierten Pressemeldung:

Es verstrichen 12 Jahre, seit Dimitris Politopoulos, Präsident und geschäftsführender Vorstand der Mazedonisch / Thrakischen Brauereibetriebe (Macedonian Thrace Brewery), 2003 in Brüssel die (damalige) Kommissarin für Wettbewerbsthemen über die auf dem griechischen Bier-Markt herrschende Lage unterrichtete. Der griechische Wettbewerbs-Ausschuss wird informiert, jedoch bleibt die Sache zwei Jahre lang in den Schubladen verschlossen.

Die angeblich ihre Konkurrenten strangulierende Praktiken befolgende Firma – die Athener Brauereibetriebe – war nationaler Großsponsor bei den Olympischen Spielen (2014) in Athen. […] Wie die Athener Brauereibetriebe selbst eingestehen, kontrollierte die Gesellschaft zu Beginn des Jahrtausends fast 3/4 (konkret 73%) des Markts – wegen welcher beherrschenden Position die Sache auch begann -, während ihr Anteil an dem (inländischen) Biermarkt heute bei 50% liegt.

Einschlägigen Berichten zufolge soll die Firma im Rahmen der monierten unlauteren Praktiken unter anderem systematisch an Großhändler herangetreten und deren Lagerbestände an Produkten einschlägiger Konkurrenten zu „lukrativen“ (sprich deutlich über den Einstandspreisen liegenden) Konditionen unter der Bedingung aufgekauft haben, fortan nur noch Produkte der Athener Brauereibetriebe zu vertreiben.

(Quelle: news247.gr)

  1. pascal
    26. Juni 2016, 11:38 | #1

    Für griechenland wird es immer schlechter.

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