Feuerfische in Griechenlands Gewässern

21. Juni 2016 / Aufrufe: 1.134
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Der berüchtigte Löwenfisch ist inzwischen auch in Griechenlands Gewässern anzutreffen, jedoch bei weitem nicht so gefährlich wie der extrem toxische Hasenkopf.

Der Empfang des in Rede stehenden „Immigranten“ auf der Insel Rhodos in Griechenland war alles andere als positiv. Konkret geht es um die als Feuerfische bekannte, in Griechenland allgemein Löwenfisch genannte Fischart.

Die lokale Bevölkerung und die Fischer waren über das Eindringen einer weiteren fremden Fischart, sprich des … berüchtigten Löwenfisches, den sich viele als „mörderisch“ zu charakterisieren eilten, gar nicht erfreut.

Löwenfisch ist nach Entfernung der Stacheln unbedenklich genießbar

Die in Rede stehende Lesseps’sche Art ‚Pterois miles‘, die normalerweise im Indischen Ozean und dem Roten Meer lebt, gelangte höchstwahrscheinlich 1992 durch den Suez-Kanal ins Mittelmeer„, berichtet gegenüber der griechischen Zeitung „Kathimerini die Biologin – Ichthyologin Nota Peristeraki von dem Institut für maritime biologische Ressourcen und Inlandsgewässer des Griechischen Zentrums für Meeresforschung (HCMR), die vor einigen Tagen eine Anweisung an die Fischer der griechischen Insel Kreta erließ, die der exotische Fisch voraussichtlich demnächst „besuchen“ wird.

Der Löwenfisch gehört zu der selben Familie wie die Drachenköpfe (Scorpaena) und die Viperqueise (Echiichthys vipera), ist also essbar, wobei es reicht, dass die giftigen Stacheln abgeschnitten werden, die er auf Rücken und Seitenflossen trägt„, erklärt die Ichthyologin. Vorsichtiger müssen allerdings die Fischer sein, da das Gift der Stacheln, wenn es mit ihren Händen in Berührung kommt, dort Schmerzen oder Lähmungen hervorrufen kann.

Die Wissenschaftler raten jedenfalls, die Fische – auch als eine Maßnahme zur Beschränkung ihrer Population- zu fangen und (ohne die Stacheln!) in den Handel zu bringen. „Der Löwenfisch ist eine erobernde Art, hat also die Tendenz, sich gegenüber den anderen durchzusetzen„, unterstreicht die Biologin des HCMR, „einerseits vermehrt er sich gut und andererseits frisst er andere Fischarten mit schnellen Bewegungen und indem er sie genau wie der Drachenkopf ‚ansaugt‚“. Informationen über den Löwenfisch finden die Wissenschaftler hauptsächlich bei ihren Kollegen in der Karibik, obwohl diese nicht die „Heimat“ des Löwenfisches darstellt. „Der Löwenfisch ist imposant anzusehen und teuer, deshalb wurden sie in vielen Aquarien der Karibik beherbergt, von wo er ins Meer freigelassen wurde und sich dort schnell vermehrte.

Warnung vor dem Hasenkopf (Lagocephalus sceleratus)

Das griechische Publikum scheint dennoch begonnen zu haben, sich mit den „Eindringlings“-Fischen anzufreunden. In den griechischen Gewässern sind insgesamt 38 – 40 Lesseps’sche Arten heimisch. Studien in der benachbarten Türkei und in Israel haben gezeigt, dass die Hälfte der Fänge aus „eingedrungenen“ Fischen besteht, „wir haben aber nur Angaben aus Kreta, wo die Eindringlinge sich auf Basis unserer Erfassung von 2,5% bis 7% bewegen„, betont Frau Peristeraki.

Einige dieser Arten, wie beispielsweise die Kaninchenfische (Siganidae), werden inzwischen auf breiter Basis gehandelt. „Alarm schlagen wir nur in Bezug auf den Hasenkopf (Lagocephalus sceleratus), der mit dem in seinen Organen enthaltenen neuroparalytischen Toxin bis hin zum Tod verursachen kann„, endet Frau Peristeraki.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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