„Versteckte“ Milliarden-Verschuldung Griechenlands

20. April 2016 / Aufrufe: 562
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Griechenlands Steuerzahler haften mit fast 15 Milliarden Euro für Kredite an öffentliche Träger und staatliche Unternehmen.

Laut der griechischen Zeitung „Kathimerini“ werden Griechenlands Steuerzahler mit zig Milliarden Euro belastet, damit die Schulden staatlicher Unternehmen und öffentlicher Organismen gedeckt werden.

Konkret geht es bei dieser „versteckten“ (öffentlichen) Verschuldung um Kredite, die dutzende Träger unter Bürgschaft des griechischen Fiskus aufgenommen haben.

Allein 2015 wurden Bürgschaften für über 1,4 Mrd. fällig

Das Resultat ist, dass – wenn die Stunde der Begleichung besagter Kredite kommt und die Träger nicht zu zahlen vermögen, was alles andere als selten vorkommt – der Staat die „Rechnung“ übernimmt. Wie die Zeitung „Kathimerini“ berichtet, wurden von dem griechischen Fiskus allein im Jahr 2015 Verbindlichkeiten in Höhe von 1,473 Mrd. Euro mittels der im Haushaltsplan vorgesehenen staatlichen Bürgschaften beglichen. Also ungefähr so viel Geld, wie fehlt, damit die fiskalische Lücke der beiden Jahre 2017 – 2018 geschlossen wird, zu deren Deckung hauptsächlich nach steuerlichen Maßnahmen gesucht wird.

Insgesamt belaufen sich die Bürgschaften des griechischen Fiskus bei Emissionen staatlicher Anleihen, aber auch bestimmter privater Unternehmen auf 14,522 Milliarden Euro – sprich einen Betrag, der potentiell eine „versteckte“ Verbindlichkeit für die griechische Verschuldung darstellt. Die größten davon sind mit einer Höhe von 4,588 Mrd. Euro die Bürgschaften, die für Obligationsanleihen der griechischen Staatsbahn (OSE) geleistet worden sind.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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