Rapider Anstieg der Asylanträge in Griechenland

4. April 2016 / Aufrufe: 703
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Illegale Immigranten beantragen in Griechenland in offensichtlichem Rechtsmissbrauch massenweise Asyl, um ihre Abschiebung in die Türkei zu blockieren.

In Griechenland bleiben die Dinge hinsichtlich des offiziell am 04 April 2016 zur Umsetzung kommenden Plans zur Rückführung von Flüchtlingen und Immigranten in die Türkei „nebulös“.

Wie lokale Medien aus Chios und Mytilini (Lesbos) berichten, stellen in den letzten Tagen Flüchtlinge und Immigranten zu Hunderten Anträge auf die Gewährung von Asyl in Griechenland, um vor ihrer Abschiebung in die Türkei geschützt zu sein. Dies geschieht, weil sie bis zur Untersuchung ihrer Anträge nicht wieder in die Türkei gebracht werden dürfen.

Offensichtlicher Missbrauch des Asylrechts

Bezeichnend sind die am Sonntagmorgen (03 April 2016) im Hafen von Chios aufgenommenen Bilder, wo sich hunderte Immigranten bei den provisorischen Büros des Hochkommissariats ansammelten um Informationen darüber zu erhalten, wie sie einen Asylantrag stellen können.

Laut der Athener Nachrichtenagentur (ANA-MNA) würden die ersten Rückführungen keine Familien, sondern nur (einzelne) Immigranten aus Pakistan, Bangladesch, Sri Lanka, aber auch dem Kongo betreffen. Bisher scheint jedoch nicht klargestellt worden zu sein, welche Immigranten in die Türkei zurückkehren bzw. zurückgeschickt werden, da die im „Hotspot“ bei Moria (auf der Insel Chios) untergebrachten Immigranten auf Empfehlung von Rechtsanwälten nun reihenweise Asylanträge stellen.

Informationen des ANA-MNA zufolge sind bisher ungefähr 2.000 einschlägige Anträge eingereicht worden – was die eventuelle Abschiebung dieser Menschen für wenigstens einen Monat blockiert.

EU lässt Griechenland wieder einmal … „hängen“

Zu letzterem sei angemerkt, dass laut dem Sprecher des Koordinationsorgans für das Flüchtlingsthema, Giorgos Kyritzis, von den 2.300 Beamten, deren Entsendung Griechenland von der EU versprochen worden war, bisher gerade einmal 200 eingetroffen sind.

Wir warten immer noch auf Juristen und Dolmetscher, die geschickt werden sollten. Sogar auch das Personal der Frontex ist noch nicht eingetroffen„, erklärte Herr Kyritzis und merkte an, dass die für Griechenland bestimmte humanitäre Hilfe sich ebenfalls verzögert habe.

(Quellen: Imerisia, dikaiologitika.gr, Medienberichte)

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