Österreichs Verteidigungsminister nimm Griechenland in Schutz

11. April 2016 / Aufrufe: 574
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Der österreichische Verteidigungsminister vertritt, man könne Griechenland keine mangelhafte Überwachung seiner Seegrenzen vorwerfen.

Die griechisch-österreichischen „Beziehungen auf Ebene der Verteidigungsminister sind ausgezeichnet„, und die Themen, die er mit seinem griechischen Amtskollegen Panos Kammenos erörterte, und die Ansichten, die er mit diesem austauschte und bei denen sie sich in Vielem einig sind, „werden natürlich auch an andere Ebenen übermittelt werden„.

Dies erklärte der österreichische Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil in einem exklusiven Interview an die Athener Nachrichtenagentur und Antonis Polychronakis, anlässlich seines jüngst erfolgten Besuchs in Athen, nachdem der Besuch der österreichischen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner abgelehnt wurde, weil sie Griechenland nicht zu der Konferenz Wiens mit den westlichen Balkanländern einlud. (Siehe auch Griechenland lädt österreichische Innenministerin aus.)

Griechenlands Seegrenzen sind schwer zu schützen

Wenn wir an die Europäische Union glauben, ist es ein signifikanter Faktor, miteinander zu reden, und ich bin mir sicher, dass beide Repräsentanten der Staaten – der griechische Premierminister und der österreichische Kanzler – sich sicherlich treffen werden. Ich bin absolut davon überzeugt, dass beide bereits sind, miteinander zu sprechen und sich zu treffen„, meinte Hans-Peter Doskozil.

Der sozialdemokratische Politiker distanziert sich von der christdemokratischen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und dem Thema der Bewachung der griechischen Seegrenzen: „Hier muss ich Griechenland in Schutz nehmen. Ungarn hat Landesgrenzen, sie errichteten einen Zaum und täglich passieren (trotzdem) 200 bis 300 Menschen … . Die griechischen Grenzen sind Seegrenzen, und es ist noch schwieriger, sie zu schützen. Hinsichtlich des Themas des Schutzes der Außengrenzen kann niemand Griechenland Vorwürfe machen.

Bei seinem Besuch in dem Flüchtlingslager Schistos stellte Hans-Peter Doskozil fest, die Flüchtlinge seien zufrieden, und unterstrich, „dass man Griechenland bezüglich dieses Themas zu danken hat. Es handelt sich um ein Werk, das auch für Europa vollbracht wird.

Österreich nahm in der EU verhältnismäßig die meisten Flüchtlinge auf

In Bezug darauf, ob die syrischen Flüchtlinge in Griechenland bleiben werden, meinte der österreichische Minister: „Ich denke, es ist wichtig, dass wir die Lage auf europäischem Niveau einschätzen und die Frage stellen, wer Asyl erhalten wird und wer nicht … und dann müssen wir das Thema der Verteilung stellen. Wir werden keine solche Situation haben, dass alle, die über diese Route (sprich Griechenland) kommen, also alle diese Menschen, die in Europa Asyl erhalten, in Griechenland bleiben können.

Herr Doskozil verteidigt in seinem Interview die einseitigen Initiativen Österreichs und bestreitet, sein Land strebe eine führende Rolle in Zentraleuropa an: „Wir haben 90.000 Asylanträge … . Wenn man diese (Anzahl) zu der Bevölkerung ins Verhältnis setzt, hätte Deutschland im vergangenen Jahr 900.000 Flüchtlinge aufnehmen müssen, tat es jedoch nicht. Wir haben zugestimmt, in den kommenden vier Jahren 37.000 jährlich, also insgesamt ungefähr 135.000 Flüchtlinge aufzunehmen„, also „2,5% der Gesamtbevölkerung des Landes. Und wenn Sie mir einen anderen Staat in Europa zeigen, der im Verhältnis zu seiner Bevölkerung so viele (Flüchtlinge) aufgenommen hat, dann gebe ich zu, dass wir in diesen Themen eine führende Rolle übernommen haben. Nicht großer Macht … . Wenn jedes europäische Land wie Österreich 2,5% seiner Gesamtbevölkerung aufnimmt, werden wir keinerlei Flüchtlingsproblem haben„, meinte er charakteristisch.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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