Griechenland nimmt Blogs, Webseiten und Facebook ins Visier

5. April 2016 / Aufrufe: 775
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Auf der verzweifelten Jagd nach immer neuen Einnahmen nimmt Griechenland nun auch das Internet ins Visier, um nicht deklarierten Werbeeinnahmen auf die Spur zu kommen.

Das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen (GGDE) in Griechenland nimmt die Steuerhinterziehung ins Visier, die seit einigen Jahren aus Einkommen im Internet, aber auch in den sozialen Netzwerken (wie Facebook und Twitter) aktiver Personen lokalisiert wird.

Spezieller sieht der operative Plan der GGDE die Durchführung einer Untersuchung zur Auffindung und Beobachtung solcher Steuerpflichtiger vor, die – ohne die Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit angemeldet zu haben – hauptsächlich per Internet wirtschaftlich aktiv sind, wobei auch die Entwicklung einer kommunikativen Aktion hinsichtlich ihrer steuerlichen Verpflichtungen erfolgen wird.

Automatische Veranlagung potentieller Steuerhinterzieher

In das Visier (der Steuerfahndung) geraten somit „Internet-Unternehmer“, die Einnahmen realisieren, ohne die Aufnahme der Ausübung eines Gewerbes angemeldet zu haben und ohne dass diese (Einnahmen) besteuert werden, da sie in den meisten Fällen Einnahmen aus dem Ausland gezahlt bekommen, ohne dass diese deklariert werden und das Finanzamt sie bisher ausfindig zu machen vermag.

Diese illegalen „Unternehmen“ sind auf Facebook, Twitter, aber auch allgemein im Internet tätig und erzielen dabei Einnahmen aus der „Vermietung“ ihrer Seiten an legal im Internet aktive Unternehmen, um deren Besucherzahlen zu erhöhen, aber auch aus Werbeeinnahmen.

Parallel sieht die GGDE vor, zur Festlegung des Prozedere für die Auffindung zur Abgabe einer Immobiliendeklaration (E9) Verpflichteter unter Nutzung geeigneter Kriterien und zur Kommunikation mit Verpflichteten zu schreiten, die diesem nicht entsprechen, während auch die Bestimmung des Verfahrens zur Aufspürung zur Abführung von Lohnsteuer Verpflichteter vorgesehen ist, unter Anwendung geeigneter Kriterien und Kontaktierung sich nicht daran haltender Verpflichteter.

Schließlich arbeitet das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen auch an einem Plan, um all jene ausfindig zu machen, die keine Steuererklärungen abgeben, und sie automatisch steuerlich zu veranlagen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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