Frontex verlangt von EU zusätzliche Hilfe für Griechenland

23. März 2016 / Aufrufe: 644
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Die Frontex verlangt von der EU die Bereitstellung weiteren Personals zur Unterstützung Griechenlands bei der Registrierung, Identifizierung und Rückführung der Immigranten.

Die Frontex verlangt von den EU-Mitgliedstaaten und den angeschlossenen Schengen-Ländern die Bereitstellung von 1.500 Polizeibeamten und 50 Experten in Themen der Rückführung und Wiederaufnahme. Ziel ist die Unterstützung Griechenlands bei der Rückführung der (nicht asylberechtigten) Immigranten in die Türkei.

Wie in einer einschlägigen Bekanntmachung der Frontex angeführt wird, haben bereits etliche Mitgliedstaaten verbindlich zugesagt, zusätzliche Amtsträger bereitzustellen.

Rückführung von Immigranten nur nach Einzelfallprüfung

Während der beiden vergangenen Tage führten alle involvierten Parteien, die Europäische Kommission, Griechenland und die übrigen Mitgliedstaaten der EU sowie auch europäische Organisationen wie die Frontex, das Europäische Unterstützungsbüros für Asylfragen (EASO) und Europol intensive Gespräche darüber, wie sie am besten ihre Arbeit koordinieren, um die Resultate der Vereinbarung des Europäischen Rats vom 18 März 2016 umzusetzen.

Die Frontex wird darin fortfahren, Griechenland bei der Überwachung der Grenzen, Nachforschung und Rettung, Registrierung und Identifizierung der Immigranten zu unterstützen und den lokalen Behörden auch bei der Rückkehr und Wiederaufnahme (der Immigranten) aus den sogenannten Hotspots helfen.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Frontex Menschen nur zurückzuschicken vermag, wenn die griechischen Behörden ausführlich jeden Einzelfall untersucht und einen finalen Ausweisungsbeschluss erlassen haben werden„, erklärte Frontex-Chef Fabrice Leggeri. Bereits In der vergangenen Woche beschloss er ebenfalls, die Soforteinsatz-Operation „Poseidon“ bis zum 31 Mai 2016 zu verlängern.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Kleoni
    23. März 2016, 10:14 | #1

    so traurig es ist, der gestrige Terroranschlag wird wohl dazu führen, dass die versprochene personelle Unterstützung für Griechenland wohl nur noch Makulatur ist, da diese Kräfte grösstenteils in den eigenen Ländern (Polizei, Grenzschutz) eingesetzt werden. Griechenland wird wohl wieder einmal mehr allein gelassen, damit nachher wieder vermehrt die „Hausaufgaben“ von GR gefordert werden.

  2. weekend
    23. März 2016, 10:16 | #2

    Es wurden Vertraege mit der Tuerkei geschlossen wo die Milliarden nur so fliessen und das Problem von nebenan in Griechenland wird mit EU Diskussionen verschleppt – da muss man sich wirklich fragen, was da so ablaeuft hinter verschlossenen Tueren, ich habe das Vertrauen an die EU schon weitgehend verloren.

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