Balkanroute ist für Flüchtlinge in Griechenland dicht

9. März 2016 / Aufrufe: 1.012
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Inzwischen versiegelten auch Serbien und Kroatien ihre Grenzen für Flüchtlinge, während sich in Griechenland bei Idomeni eine humanitäre Katastrophe abspielt.

Seit Anfang der Woche (07 März 2016) begann Serbien, die selben Maßnahmen zu verhängen, die auch Slowenien für die Einreise von Flüchtlingen verhängte.

Die von einem Mitgliedsland der Europäischen Union (sprich Slowenien) durchgesetzte neue Situation berücksichtigend kann Serbien nicht gestatten, ein Konzentrationslager für die Flüchtlinge darzustellen, und wird an seinen Grenzen zur ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedoniens (FYROM) und zu Bulgarien den Grundsatz der Gegenseitigkeit umsetzen„, wird in der Bekanntmachung des serbischen Innenministeriums betont.

Einreise nur noch mit … gültigen Reisepapieren!

Es wird ebenfalls angeführt, dass auch das kroatische Innenministerium Serbien mitteilte, fortan keine Flüchtlinge mehr zu akzeptieren, die keinen geltenden Reisepass nebst einer Einreisebestätigung vom Typ Schengen haben. Praktisch bedeutet dies, dass damit die sogenannte „Balkanroute“ für alle Flüchtlinge geschlossen ist.

Die Anlagen im Kontroll- und Auffangzentrum für Flüchtlinge bei Preševo an der Grenze zur FYROM stehen leer, und wie offiziell bekannt gegeben wurde, ist in den letzten achtundvierzig Stunden kein einziger Flüchtling nach Serbien gelassen worden. In den Auffanglagern befinden sich in diesem Moment 650 Flüchtlinge und Immigranten. Sechshundert von diesen schickte Kroatien in den vergangenen Tagen nach Serbien zurück, während die übrigen 50 über unbewachte Stellen der Grenze zur FYROM illegal in das Land eindrangen.

Chaos bei Idomeni in Griechenland – Europa schaut stumm zu

Flüchtlingskind in Pappkarton bei Idomeni in Griechenland

Die vergitterte Übergangsstelle an der neutralen Zone zwischen Griechenland und der FYROM, wo derzeit über 13.000 (anderen Quellen zufolge über 15.000) in dem Lager bei Idomeni befindliche Flüchtlinge die Grenze passieren und ihre Reise nach Nordeuropa fortsetzen wollen, bleibt zur selben Stunde seit inzwischen drei Tagen hermetisch geschlossen.

Die Flüchtlinge kämpfen derweilen einen weiteren Tag mit dem Schlamm, da der Regen viele der Zelte überschwemmt hat, die auf den Feldern rund um das von Hilfsorganisationen und freiwilligen Helfern betriebene Lager aufgestellt worden sind.

Inzwischen geht im Internet ein erschütterndes Bild um die ganze Welt, das ein Kleinkind zeigt, das in einem Pappkarton sitzt und ehrfürchtig in die Linse des Photographen Rober Astorgano blickt, der das Foto aufnahm.

Besagtes Foto wurde auf Twitter mit dem folgenden Kommentar eingestellt: „Europa schließt die Türen und die Gesellschaft bleibt stumm, wenn sie diese Fotos aus Idomeni sieht.

(Quellen: Imerisia, Imerisia)

  1. windjob
    9. März 2016, 15:00 | #1

    Inzwischen kann man alle europäischen Politiker als Verbrecher bezeichnen, denn es trifft die Wahrheit.
    Welch eine Schande.

  2. Michael
    10. März 2016, 10:08 | #2

    Wer in Europa sollte in der Lage sein zig Millionen afrikanische und arabische Analphabeten mit durchzufuettern? Die Alternativen waren Griechenland oder der Balkan macht die Grenzen dicht. Die Spanier schaffen es ja auch die legale Einwanderung von der illegalen zu trennen, indem sie illegale auf See schnappen und sofort nach Afrika zurueckschaffen. Die Italiener muessen das auch noch lernen. Die Zuwanderung nach Europa darf nicht humanitaetsgetrieben sein, weil Europa an den Folgen untergeht. Es muss nach Bedarf und Qualifikation gehen. Hilfsarbeiter gibt es in ganz Europa genug. Ansonsten begruessen wir hier bald den hundertmillionsten Chinesen und zweihundertmillionsten Inder. Denn die normale Bevoelkerung dort ist auch bettelarm. Nicht anders, als die moslemischen Asylforderer. Die Party ist vorbei und das ist gut so.

  3. GR-Block
    10. März 2016, 17:37 | #3

    Armut und einfaches Leben hat die Menschen noch nie in Massen aus ihrer Heimat vertrieben. Es sind stattdessen unsere Hegemonial-Kriege, die wir allerdings früher bei uns in Europa behielten. Jetzt mögen wir sie nicht im eigenen, europäischen Haus haben und exportieren sie im großen Stil.
    Nein, die Party ist noch lange nicht aus. Solange wir deren Arbeitsplätze importieren und unsere Kriege exportieren, werden Kriegsgeschädigte wie die Heuschrecken über unser Haus herfallen. Und da möchte ich sehen, wie sich Westeuropa sein EU-Haus hermetisch abdichtet, ohne daran zu ersticken.

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