Appell an Flüchtlinge in Griechenland

17. März 2016 / Aufrufe: 842
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Griechenlands Premierminister appelliert an die unter katastrophalen Verhältnissen an der Grenze zur FYROM ausharrenden Flüchtlinge, sich in die Auffanglager zu begeben.

Das Problem der Ansammlung von Flüchtlingen und Immigranten im Grenzgebiet liegt jenseits und außerhalb des Rahmens unserer Verantwortung„, betonte Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras und appellierte parallel an die Flüchtlinge, Idomeni (sprich das Gebiet an der Grenze zur ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedoniens / FYROM) verlassen. Er schätzte sogar ein, „diejenigen, die den Weg schlossen, werden ihn auf keinen Fall wieder öffnen„.

Der Premierminister rief die Menschen ebenfalls auf, sich in die Auffangzentren zu begeben, „und im weiteren Verlauf werden wir alle zusammen für die Beschleunigung des Verfahrens ihrer legalen Passage nach Europa arbeiten, mittels der Beschleunigung des Verfahrens der Umsiedelung„, und merkte an: „Wir können nicht mit verfolgten Menschen spielen.

Griechenland wurde hintergangen

Während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem armenischen Präsidenten betonte Premierminister Alexis Tsipras:

Ab dem ersten Augenblick nahmen die Regierung und das Volk Entbehrungen auf sich, um diesen Menschen, die auf der Ägäis ihr Leben für eine bessere Zukunft riskieren, die bestmöglichen Umstände zu bieten. Griechenland übernahm, Verpflichtungen zu realisieren, die seine Möglichkeiten überstiegen. Bis zur vorherigen Gipfelkonferenz arbeitete Griechenland mit dem Ziel an einer konkreten Planung, bei der Identifizierung der Flüchtlinge und Immigranten auf den Inseln eine Quote von 100% zu erreichen und die eingegangenen Verpflichtung zur Schaffung von 30.000 Plätzen in Auffangzentren auf den Inseln und in Umsiedelungslagern im Inland umzusetzen.

All das Vorstehende allerdings mit dem Umstand als gegeben, dass die Route offen bleiben wird„, unterstrich er und fügte an: „Mit einseitigen, inakzeptablen Beschlüssen gewisser Staaten wurde die Balkanroute geschlossen und die Regierung befand sich plötzlich mit der Notwendigkeit konfrontiert, eine humanitäre Aufgabe für eine kontinuierlich ansteigende Anzahl in dem Land eingeschlossener Flüchtlinge zu realisieren.

Am 14 März 2016 hatten wir einen inakzeptablen Zwischenfall, nämlich die Ermunterung dieser Menschen durch Unbekannte, vielleicht auch den Titel der Freiwilligen führende Gruppen, sowohl an der Grenze zu verharren als auch, sich unter widrigen Umständen zu Fuß aufzumachen um die Grenze zu überwinden„, sagte Herr Tsipras und sprach von einem kriminellen Verhalten gegenüber schutzlosen Menschen.

Die Balkanroute wird geschlossen bleiben

Ich appelliere an die Flüchtlinge in Idomeni, von der beharrlichen Bemühung abzulassen, in dem Gebiet zu verweilen, da diejenigen, die den Weg schlossen, ihn auf keinen Fall wieder freigeben werden„, betonte der Premierminister und forderte die Menschen auf, sich in die Auffangzentren zu begeben, „und im weiteren Verlauf werden wir alle zusammen an der Beschleunigung des Verfahrens ihrer legalen Passage nach Europa arbeiten, mittels der Beschleunigung des Umsiedlungsverfahrens„.

Parallel richtete er einen Aufruf an die Nicht-Regierungsorganisationen (NRO), diese – wie er bezeichnend meinte – bewusst falsche Informierung unter Kontrolle zu bringen, und betonte:

Indessen schafft das Problem der Ansammlung an unseren geschlossenen nördlichen Grenzen Umstände einer zunehmenden humanitären Krise jenseits und außerhalb des Rahmens unserer Verantwortung. In dem Wissen, dass die Grenzen geschlossen worden sind, beschlossen wir, keine Auffangstätten im Grenzgebiet zu schaffen. Wir wollten nicht ein internationales Problem zu einem grenzüberschreitenden Problem mit Skopje (sprich der FYROM) machen. Deswegen richteten wir ab dem ersten Augenblick einen Aufruf an die NROs, damit die Flüchtlinge die Zelte an der Grenze verlassen, also den Verhältnissen einer humanitären Krise im Schlamm und im Kalten entgehen und in die anderen Unterbringungszentren kommen.

(Quelle: Imerisia)

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