Humanitäre Hilfe aus Deutschland für Griechenland

26. Januar 2016 / Aufrufe: 1.006
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Dank einer privaten Initiative wurden aus Deutschland 18 Paletten mit medizinischem Material für Krankenhäuser und Sozialpraxen nach Griechenland geschickt.

Gerasimos Miaris stammt aus Kerkyra, lebt jedoch inzwischen dauerhaft in Bochum. Kalliopi Brandstäter mag aus Katalonia in Pieria stammen, ihr Leben ist aber in Hamburg „aufgebaut“. Keiner von ihnen vergisst jedoch Griechenland. Somit begannen sie vor drei Monaten in Zusammenarbeit und mit Unterstützung in Deutschland lebender Griechen und einfacher deutscher Bürgern, einer humanitären Mission eine Grundlage zu verleihen, die am vergangenen Sonntag (24 Januar 20156) an ihrem Zielort angelangen sollte.

(Hinweis: Der gegenwärtige Beitrag basiert auf bereits am Samstag, dem 23 Januar 2016 publizierten Berichten und die zeitliche Planung könnte sich infolge der aktuellen Ereignisse in Griechenland verschoben haben.)

Aus Deutschland … mit Liebe an Krankenhäuser und soziale Arztpraxen

Ein Lastwagen mit 18 Paletten medizinischen Materials für die Krankenhäuser und sozialen Arztpraxen in Nordgriechenland wird bei der Einrichtung „Kapnikos Stathmos“ in Katerini eintreffen, nachdem er die ungefähr 2.000 Kilometer zurücklegte, die zwischen der Stadt in der Präfektur Pieria und Bochum im – derzeit – eisigen Nordrhein-Westfalen liegen. Der Transport der Materialien von Deutschland nach Griechenland stellt eine Schenkung eines deutschen Kleinunternehmers dar, der sogar drei Personen seiner Belegschaft bereitstellte, damit sie abwechselnd den Lastwagen fahren.

Wie die Leute anführen, die das besagte medizinische Material am Sonntag (24 Januar 2016) in Griechenland in der Stadt Katerini in Empfang nehmen sollen, wurde bewusst beschlossen, es einer Bürgerinitiative, nämlich den „Solidarischen“ der Freiwilligen-Aktionsgruppe „O Topos Mou“ der Präfektur Pieria und nicht einem staatlichen Träger zu übergeben.

Die Sendung erfüllt alle Voraussetzungen, die von der EU für einen solchen Transport verlangt werden, und wird von den erforderlichen Unterlagen (Packliste und internationale Bescheinigungen) begleitet, die von Deutschland, Österreich, Italien und Griechenland verlangt wurden. Das Material wird in das elektronische System für die Verwaltung medizinischen Materials eingegeben werden, über das die Freiwilligen-Aktionsgruppe der Präfektur Pieria verfügt, und somit werden alle sozialen Arztpraxen und Krankenhäuser des Landes per Internet das Material sichten und „bestellen“ können, das kostenlos bereitgestellt werden wird. Die genaue elektronische (Internet-) Adresse wird auf unserer Website eingestellt werden„, lautet es in einer einschlägigen Bekanntmachung der Freiwilligen-Organisation, die klarstellt, das Material werde im Rahmen eines konkreten Prozedere (Protokoll über Übergabe – Entgegennahme und Annahme einer Schenkung) von der Einrichtung Kapnikos Stathmos in Katerini im Empfang genommen, während im Internet eine andere Anwendung alle Angaben zu den Empfängern sowie auch die detaillierte Aufstellung des erhaltenen Materials präsentieren wird.

Nach einem öffentlichen Aufruf soll in den kommenden Tagen eine Gruppe von Bürgern (Koordinations-Komitee) gebildet werden und die Verwaltung der obigen humanitären Hilfe übernehmen. Sofern nichts dazwischen kommt, wird der Lastwagen am Sonntagnachmittag (24 Januar 2016) zwischen 15 – 16 Uhr in Katerini erwartet. Sollte sich wegen der Proteste (sprich Straßenblockaden) der Landwirte etwas ändern, wird es zwecks Informierung der Massenmedien eine neuere Bekanntmachung der Gruppe geben.

(Quellen: dikaiologitika.gr, O Topos Mou)

  1. palina
    26. Januar 2016, 09:28 | #1

    Schön dass sich wieder Menschen gefunden haben, die für die griechische Bevölkerung Hilfe leisten. Das Team von Ken Jebsen unterstützt da auch sehr viel und hat zu Spenden aufgerufen.
    Wer hätte das gedacht, dass es einmal wichtiger sein wird Banken zu bedienen als den Menschen zu helfen?
    Zuerst war ich sehr traurig, dann war ich sehr wütend. Und so geht es vielen Menschen.

  2. weekend
    26. Januar 2016, 21:56 | #2

    Wenn die Deutschen nicht durch Medien und Politiker negativ beeinflusst worden waeren, waere dieses Verhaeltnis niemals so vergiftet worden. Laender werden gegenseitig ausgespielt, so wie es in die sogenannte soziale und demokratische Politik passt – wir sollten das nicht zulassen!

  3. PanPan
    27. Januar 2016, 02:09 | #3

    Die TROIKA hat die Vernichtung Griechenlands angeordnet – „die Deutschen“ lieben die Griechen, wie wir jeden Tag bei vielen Zusammenkünften erleben dürfen. Frau Merkel und Herr Schäuble allerdings wollen den Untergang Griechenlands, doch auch diese Energien werden – wie Alles auf der Welt – mit Sicherheit zu ihnen zurückkommen, der Untergang ist also vorprogrammiert 🙂

  4. Uli
    27. Januar 2016, 06:31 | #4

    Eine lobenswerte Aktion. Aber eine Schande, dass es in Griechenland so weit kommen konnte. Bald wird es eine neue Flüchtlingswelle nach Deutschland geben. Nämlich von Griechen, die das eigene Land nicht mehr ernähren kann. Auch hier wird Frau Merkel ursächlich beteiligt sein, weil ihr die Rettung der Banken wichtiger war, als die bedingungslose Unterstützung der griechischen Wirtschaft. Hunderte Milliarden Euro für die Kredite werden dann unwiederbringlich verloren sein.

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