Genehmigungssystem für Investitionen in Griechenland ist krank

30. Januar 2016 / Aufrufe: 902
Einen Kommentar schreiben Kommentare

Staatssekretär Dimitris Mardas spricht in Zusammenhang mit der Genehmigung von Investitionen in Griechenland von einer den Wahnsinn tangierenden Bürokratie.

In einem Gespräch mit dem griechischen Radiosender „Praktorio 104,9 FM“ charakterisierte Dimitris Mardas, Staatssekretär im griechischen Außenministerium, das Thema der Erteilung von Genehmigungen für neue Investitionen in Griechenland als eine „den Wahnsinn tangierende Bürokratie„.

Herr Mardas bezog sich charakteristisch auf den Fall der unter dem Namen „Atalanti Hills“ angestrebten großen touristischen Investition, wegen der – wie er sagte – die Investoren seit 2006 strapaziert werden, um die Anlage zu deblockieren und in Betrieb zu nehmen, die 7.000 Arbeitnehmer beschäftigen werden wird.

Kultur der Korruption, Verflechtung und Bürokratie

Die Investoren werden seit 2006 gepiesackt. Nicht, um eine Chemiefabrik und auch keine Raffinerie oder sonst etwas zu errichten, das die Umwelt verseuchen würde, sondern eine große touristische Investition„, erklärte Herr Mardas, wobei er die vorherigen Regierungen kritisierte und sich fragte: „Hat es die vorherigen Regierungen nicht interessiert, ein Diagramm zu erstellen, wie wir es taten? Was geschah während dieses ganzen Verfahrens? Wo blieb es hängen? Wie kann es korrigiert werden?

Wie der Staatssekretär sagte, wurden bisher insgesamt 15 ähnliche Fälle beantragter Investitionen ausfindig gemacht, die in den Zahnrädern der Bürokratie „hängen“ blieben, und sagte zu, die Liste mit den 15 blockierten Investitionen befinde sich bereits in den Händen der zuständigen Minister, damit umgehend eine Lösung gegeben wird.

Herr Madras charakterisierte das System der Genehmigung von Investitionen in Griechenland als „krank“ und unterstrich, es könne nicht mit diversen Korrekturen geändert werden, sondern müsse „entwurzelt“ werden. Er sprach von einer „40 Jahre alten Kultur der Korruption, Verflechtung und Bürokratie“ und merkte bezüglich der Parteien der heutigen Opposition an, sie müssen sich irgendwann in Selbstkritik üben.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks

Hinweis: Kommentare werden erst nach Freischaltung durch einen Administrator sichtbar.
Bitte beachten Sie die Hinweise und Regeln bezüglich der Abgabe von Leserkommentaren.