Lizenz zum Gelddrucken für Griechenland

17. Dezember 2015 / Aufrufe: 804

Das Finanzministerium in Griechenland erhielt von der Europäischen Zentralbank die Genehmigung, Münzgeld im Wert von rund 50 Millionen Euro auszugeben.

Inmitten der Kapitalverkehrskontrollen entdecken die Griechen den Wert der Münzen, da die Beschränkungen bei den Bargeldabhebungen in Kombination mit der anhaltenden wirtschaftlichen Flaute zu einer gestiegenen Nachfrage nach der Nutzung von Münzen geführt zu haben scheint – was zum Resultat hat, dass die auf dem griechischen Markt in Umlauf befindliche Menge nicht ausreicht.

Unerwartete Nachfrage nach Geldmünzen

Wie aus einem Schreiben der Europäischen Zentralbank hervorgeht, wendete das griechische Finanzministerium sich im Oktober 2015 an die EZB und verlangte, den Wert der Münzen, die Griechenland ausgeben darf, zu vervierfachen, um „der unerwarteten Nachfrage nach Münzen zu entsprechen„, wie es in dem Schreiben charakteristisch lautet.

Während Griechenland die Genehmigung erhalten hatte, für das Jahr 2015 Münzen im Wert von 13,3 Mio. Euro auszugeben, genehmigte somit die EZB das einschlägige Ersuchen des Finanzministeriums, die Emissionsgrenze für dieses Jahr auf 52,7 Mio. Euro anzuheben.

Es sei angemerkt, dass das System der Ausgabe und Verwaltung der Münzen nicht das selbe wie für die Banknoten ist, da die Münzen praktisch ein Vermögenselement eines jeden Staates darstellen. Eine entsprechende Genehmigung verlangte und erhielt auch Belgien, um der erhöhten Nachfrage nach Münzen zu entsprechen. Für Belgien wurde der Ausgabebetrag von anfänglich 0,8 Mio. Euro auf 65,8 Mio. Euro angehoben.

(Quelle: Imerisia)

Kommentare sind geschlossen