Rezession in Griechenland dreimal größer als erwartet

28. November 2015 / Aktualisiert: 07. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.167

Die Rezession in Griechenland gestaltete sich im dritten Quartal 2015 dreimal höher als ursprünglich veranschlagt.

Griechenlands Statistikbehörde ELSTAT schritt für das 3. Quartal 2015 zu einer signifikanten Revision zum Schlimmeren und veranschlagt den Rückgang des BIP auf Jahresbasis auf 1,1%, gegenüber einem Rückgang von 0,4% auf Basis der anfänglichen Einschätzungen.

Laut der griechischen Statistikbehörde ist diese Korrektur, aus der nunmehr eine Rezession von durchschnittlich 0,07% in den ersten drei Quartalen hervorgeht, das Resultat der Auswertung von Fakten, die bei der ersten Einschätzung noch nicht verfügbar waren. Diese Fakten sind entweder Monatsdaten (wie September-Daten zur Handelsbilanz) oder Quartalsdaten (wie Indizes über die Umsätze der Dienstleistungsbranchen und Daten zur Erforschung des Arbeitskräftepotentials).

Korrektur der Prognosen für BIP und Rezession

Wirtschaftsfaktoren halten besagte Revision für zu der Prognose des Haushaltsplans 2015 bezüglich eines Null-Wachstums für das gesamte Jahr 2015 passend. Spezieller sank auf Basis der saisonal bereinigten Daten das BIP im 3. Quartal 2015 um 1,1% im Verhältnis zu dem 2. Quartal 2014, gegenüber einer ursprünglichen Einschätzung (vom 13 November 2015) bezüglich eines Rückgangs um 0,4%. Im Verhältnis zu dem diesjährigen 2. Quartal sank das BIP im 3. Quartal um 0,9%, gegenüber einem Rückgang um 0,5% in der ersten Einschätzung.

Auf Basis der selben Angaben ergibt sich für das 3. Quartal 2015 gegenüber dem 2. Quartal 2015 Folgendes:

  • Die finalen Konsumaufwendungen sanken um 1% und speziell bei den privaten Haushalten um 0,8%.
  • Die Bruttoanlageninvestitionen gingen um 7% zurück.
  • Die Exporte von Gütern und Dienstleistungen zeigten einen summarischen Rückgang um 7% (die Exporte von Gütern stiegen um 1,5% an, während die Dienstleistungs-Exporte um 16,1% zurückgingen).
  • Die Importe von Gütern und Dienstleistungen zeigten einen summarischen Rückgang um 16,9% (die Importe von Gütern gingen um 12,1% und die Importe von Dienstleistungen um 31,4% zurück).

Es sei angemerkt, dass auf Basis der nicht saisonal korrigierten Daten das BIP einen Rückgang auf Jahresbasis um 0,9% zeigte, gegenüber dem Rückgang von 0,1%, der in der ersten Einschätzung veranschlagt worden war.

(Quelle: Imerisia)

  1. Delta120
    28. November 2015, 15:15 | #1

    Natürlich wird neben der inneren Abwertung in Griechenland am laufenden Meter an der griechischen Statistik gestrickt um die Bürger in der Spur zu halten. Wenn Griechenland den Euro und in der EU bleiben will, dann hat es alles zu tun und zu ertragen was die Geldgeber verlangen.

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