Griechenland unter den Ländern mit den größten Ungleichheiten

26. November 2015 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 561

Laut einem Bericht der Morgan Stanley zählt Griechenland zu den Wirtschaften der entwickelten Welt mit den größten Ungleichheiten.

Die Wirtschaften der entwickelten Welt, in denen die größten Ungleichheiten beobachtet werden, liegen in Südeuropa, während laut einem neuen Bericht der Morgan Stanley, auf den sich Bloomberg beruft, Griechenland hinter Portugal und Italien den dritten Platz belegt.

Auf der vierten Position der Rangliste befindet sich laut dem besagten Artikel Spanien, gefolgt von den USA und Deutschland.

Ungleichheit beeinträchtig das wirtschaftliche Wachstum

Die Analysten der Morgan Stanley untersuchten Indizes, die unter anderem die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern, die ungewollte Teilzeitbeschäftigung und den Zugang zum Internet umfassen. Betrachtet man die entwickelten Wirtschaften, hat bei der Einkommensungleichheit seit Mitte der 80er Jahre Schweden den größten Anstieg verzeichnet. Jedoch auch selbst nach diesem Anstieg haben Schweden (und die übrigen skandinavischen Länder) weiterhin die niedrigsten Niveaus der Ungleichheit.

Laut der Bank beeinträchtigt die beharrliche Ungleichheit langfristig das wirtschaftliche Wachstum. Indem die den Zugang zu Gelegenheiten behindert, untergräbt sie die Anreize, dass jemand härter arbeitet, sich mehr bildet und seine Fähigkeiten verbessert. Weiter vermag sie das Vertrauen in die Träger für die Festlegung der Politik und die gesellschaftlichen Institutionen zu unterminieren und zu wirtschaftspolitischen Lösungen wie gesteigerter Regulierung des Marktes, Protektionismus und Maßnahmen gegen die Migration zu führen.

Die vorherigen Generationen der Familien der Mittelschicht, die aus der Periode des 2. Weltkriegs kamen, konnten danach streben, ihr Lebensniveau zu verbessern, mit einer relativ guten Wohnung, einer guten Bildung für ihre Kinder und würdigen Renten„, führten die Ökonomen der Moragn Stanley an. „Heute stoßen dagegen die Wünsche der mittleren Klasse auf die Wand der Suche nach Arbeit und der Unsicherheit bezüglich der Renten„, lautet es.

(Quelle: To Vima)

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