Bankguthaben der Haushalte in Griechenland sinken weiter

2. November 2015 / Aufrufe: 621

Die privaten Haushalte in Griechenland fahren darin fort, ihre Guthaben von den Banken abzuheben um ihren finanziellen und steuerlichen Verpflichtungen zu entsprechen.

Die verfügbaren Guthaben bei den Banken in Griechenland waren Ende September 2015 um 557 Mio. Euro gestiegen, welcher Zuwachs allerdings auf dem Anstieg der Guthaben der Unternehmen beruht. Die privaten Haushalte fuhren dagegen darin fort, Gelder von ihren Bankkonten abzuziehen, und reduzierten damit ihre Guthaben bei den Banken um 199 Mio. Euro, da der September ein Monat der Zahlung steuerlicher Verpflichtungen war.

Der Stillstand der (Kapital-) Abflusswelle infolge der fortgesetzten Beschränkungen im Kapitalverkehr erklärt auch den Rückgang um 1 Mrd. Euro des von den griechischen Banken per ELA geschöpften (Liquiditäts-) Kontingents, dessen Höhe sich auf 86,9 Mrd. Euro gestaltet, und auch wenn dies nicht die Wiederherstellung der Liquidität reflektiert, stellt es ein Indiz dafür dar, dass die Guthaben bei den Banken zusammengehalten werden.

Innerhalb eines Jahres flossen 42,6 Mrd. Euro von den Banken ab

Der Stillstand der (Kapital-) Abflusswelle infolge der fortgesetzten Beschränkungen im Kapitalverkehr erklärt auch den Rückgang um 1 Mrd. Euro des von den griechischen Banken per ELA geschöpften (Liquiditäts-) Kontingents, dessen Höhe sich auf 86,9 Mrd. Euro gestaltet. Auch wenn dies nicht die Wiederherstellung der Liquidität reflektiert, stellt es ein Indiz dafür dar, dass die Guthaben bei den Banken zusammengehalten werden.

Die Angaben der Griechischen Bank (TtE) über die Entwicklung der Guthaben im dritten Monat der Geltung der Ende Juni 2015 verhängten Kapitalverkehrskontrollen zeigen einen Anstieg der Guthaben auf 121,7 Mrd. Euro gegenüber 121,1 Mrd. Euro im August 2015, während die Abflüsse seit November vergangenen Jahres, in dem die massenhaften Abflüsse begannen, sich auf insgesamt 42,6 Mrd. Euro belaufen.

Aus der Analyse der selben Angaben zeigt sich, dass sich auch im September 2015 die Tendenz zur Nichterneuerung ausgelaufener Festgeldanlagen durch die privaten Haushalte fortsetze, da die Guthaben auf den Festgeldkonten um 1,5 Mrd. Euro zurückgingen und sich auf 43,8 Mrd. Euro gestalteten. Die Guthaben auf den Sparkonten stiegen dagegen um fast den selben Betrag, also um 1,2 Mrd. Euro auf ungefähr 49 Mrd. Euro an, da die erhöhten steuerlichen Verpflichtungen, aber auch die Ungewissheit bis zum Abschluss der anhängigen Rekapitalisierung der griechischen Banken die Unsicherheit und den Bedarf nach verfügbarer Liquidität aufrechterhalten.

Im selben Monat verlief die Finanzierung des privaten Sektors um minus 293 Mio. Euro und der Saldo aus Schulden sowohl der Haushalte als auch der Unternehmen sank auf 205,2 Mrd. Euro, wobei der Finanzierungsrhythmus um 1,5% im Minus bleibt. Die Verschuldung der Unternehmen gestaltete sich auf 96,6 Mrd. Euro, der Selbständigen auf 13,5 Mrd. Euro und der privaten Haushalte auf 95,1 Mrd. Euro, wovon 68 Mrd. Euro auf Verbindlichkeiten aus Bau- / Wohnkrediten und 27 Mrd. Euro auf Schulden aus Verbraucherkrediten und (Kredit-) entfallen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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