Verschärfte Kapitalkontrollen für Rentner und Beamte in Griechenland

11. Oktober 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.298

Laut einer Reportage der Zeitung To Vima plant das Finanzministerium in Griechenland, Rentner und öffentliche Bedienstete zur Verwendung von Plastikgeld zu zwingen.

Das griechische Finanzministerium soll neue weitreichende Änderungen im Alltag von Millionen Rentnern und öffentlichen Bediensteten in Griechenland erwägen, und zwar mit der Einführung beständiger Kontrollen und Einschränkungen bei Barabhebungen bei gleichzeitiger obligatorischer Verwendung von Karten („Plastikgeld“) bei ihren alltäglichen Geschäften.

Wie in einer Reportage der Wochenendausgabe der griechischen Zeitung „Vima“ berichtet wird, sieht die – sich in den Rahmen der Kampfes gegen die Steuerhinterziehung eingliedernde – neue Maßnahme für die obigen Kategorien unter anderem ein wöchentliches Limit für Barabheben von 150 Euro anstatt wie derzeit geltend 420 Euro vor.

Ausnahmen für Greise und Einwohner abgelegener Gebiete

Laut der selben Quelle sollen die in Rede stehenden Personen ihre Geschäftsvorgänge (Einkäufe, Zahlungen usw.) mit dem übrigen Geld ihres Gehalts oder ihrer Rente obligatorisch per „Plastikgeld“, also Kredit- oder Debit-Karte abwickeln müssen.  Sollte die Schock-Maßnahme in Kraft treten, wird geschätzt, dass sie rund 3,2 Mio. Rentner und öffentliche Bedienstete „berühren“ wird.

Es wird jedenfalls betont, dass in den Absichten des Finanzministerium die Ausnahme von Rentnern im Alter von über 75 Jahren und all jener vorgesehen ist, die in abgelegenen Gebieten leben, wo die Verwendung des „Plastikgelds“ nicht eben so einfach ist wie in den urbanen Zentren und der übrigen Peripherie.

(Quelle: Imerisia)

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