Keine Verquickung der Flüchtlingskrise mit Griechenlands Memorandum

18. Oktober 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 476

Aus Berlin wurde resolut zwischen dem Flüchtlingsproblem und der strengen Umsetzung des Memorandums in Griechenland differenziert.

Sich auf einen Artikel der deutschen Wirtschaftszeitung „Wirtschaftswoche“ beziehend, laut dem Berlin die Absicht hege, „die strenge Umsetzung der Bedingungen des Programms in den Hintergrund rücken zu lassen„, wenn Griechenland mehr Flüchtlinge aufnehmen würde, erklärte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert, es dürfe keine Verquickung der Flüchtlingskrise mit der Umsetzung der Vereinbarung über das dritte Hilfspaket erfolgen.

Herr Seibert wiederholte ebenfalls, es sei notwendig, in dem Gebiet zwischen Griechenland und der Türkei in der Ägäis eiligst eine „koordinierte Situation“ wiederherzustellen, damit dort nicht die Flüchtlings-Schlepper unkontrolliert agieren.

Griechenland ist verpflichtet, seine Grenzen zu schützen

Deswegen unterstützen wir die Kooperationsbereitschaft der Türkei. Wir wollen aber auch Griechenland helfen, effizient seinen Verpflichtungen als Mitgliedsland der Europäischen zu entsprechen und seine Grenzen zu schützen„, fügte der deutsche Regierungssprecher an und erklärte, dass die FRONTEX verstärkt und auch materialtechnische Hilfe geleistet werden soll.

Was jedoch das dritte Hilfsprogramm betrifft, unterstrich Herr Seibert, der Prozess der Umsetzung müsse eigenständig voranschreiten und sei nicht mit den Herausforderungen des aktuellen Geschehens wie der Flüchtlingskrise in Verbindung zu, sondern wiederholte die Bereitschaft Deutschlands und Europas, Griechenland zu unterstützen, dass von dieser Krise besonders heimgesucht wird.

(Quelle: Imerisia)

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