Grünes Licht für Zwangsvollstreckungen in Griechenland

30. Oktober 2015 / Aufrufe: 1.159

Ab dem 02 November 2015 erlischt in Griechenland die im Juli 2015 verfügte Aussetzung von Zwangsmaßnahmen jeder Art.

Griechenlands Regierung schritt zur Freigabe aller Akte der Zwangsvollstreckung und folglich auch der Zwangsversteigerungen mit Wirkung ab dem 02 November 2015.

Am 29 Oktober 2015 wurde den Banken ein Beschluss des Ministeriums für Justiz, Transparenz und Menschenrechte bekannt gegeben, mit dem die Wirkung des Ministerialbeschlusses bezüglich der Aussetzung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen bis zum 31 Oktober 2015 nicht erneuert verlängert wurde.

Hauptwohnungen bleiben vor Zwangsversteigerung geschützt

Ergänzend sei angemerkt, dass anlässlich der gegen Ende Juni 2015 verhängten Kapitalverkehrskontrollen und vorläufigen Schließung der Banken in Griechenland im weiteren Verlauf der Ministerialbeschluss Nr. 49214/21.07.2015 erging, der anfänglich bis zum 31 Juli 2015 die Aussetzung jeglicher Akte der Zwangsvollstreckung und speziell der (Zwangs-) Versteigerung, Pfändung, Zwangsräumung und Schuldhaft, aber auch Zahlung bzw. Beitreibung von Gerichtsgebühren, Kautionsleistungen und aus der Umwandlung von Freiheitsstrafen herrührender Geldbeträge vorsah. Die Geltung des ursprünglichen Ministerialbeschlusses wurde dann wiederholt und zuletzt bis einschließlich zum 31 Oktober 2015 verlängert.

Nach dem nun ergangenen ergangenen Ministerialbeschluss bezüglich der Aufhebung der in Rede stehenden Aussetzung können damit praktisch – im übrigen nicht nur – die Banken wieder zu Zwangsräumungen und jeder Art von Zwangsvollstreckungen schreiten. Dies betrifft jedoch nicht die Hauptwohnungen, die in dem geltenden Rahmen bis auf weiteres vor Zwangsversteigerungen geschützt bleiben.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Kommentare sind geschlossen