Drogenhändlern droht in Griechenland lebenslängliche Haft

1. Oktober 2015 / Aktualisiert: 30. November 2017 / Aufrufe: 732

Die Bewegung von Drogen im Wert von über 75000 Euro wird in Griechenland unabhängig von der Anzahl der involvierten Täter mit lebenslänglichen Haftstrafen geahndet.

Mit einem Urteil des Senats des Obersten Gerichtshofs Areopag in Griechenland werden die gegen Drogenhändler verhängten Strafen verschärft.

Konkreter werden fortan alle, die in die Bewegung von Drogen mit einem Nutzen bzw. Wert von über 75.000 Euro verwickelt sind, zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt werden und zwar unabhängig von der Anzahl der jeweils involvierten Täter.

Mitgefangen, mitgehangen …

Das in Rede stehende Urteil des Areopags wird ein „Piloturteil“ für alle Gerichte des Landes hinsichtlich der strafrechtlichen Behandlung der Angeklagten in Drogensachen darstellen. Die Strafgesetzgebung sieht vor, dass allen, die gewerbsmäßig Drogen bewegen und sich einen Vorteil von wenigstens 75.000 Euro erhoffen, lebenslängliche Haftstrafen drohen.

Der Senat des Areopags urteilte, wenn mehrere Täter Drogen bewegen, sei nicht der (finanzielle) Vorteil, auf den jeder einzelne Täter abzielte, sondern der Gesamtvorteil zu berücksichtigen, der einmal festgestellt und allen Angeklagten gemeinsam angelastet wird, ohne unter ihnen „aufgeteilt“ zu werden (um ggf. ein geringeres Strafmaß zu erreichen).

Das Gericht untersuchte den Fall zwei angeklagter Albaner, die wegen des Besitzes und der Bewegung von mehr als 3 Kilo Kokain (bei einem auf 85.000 Euro veranschlagten erhofften Vorteil) verhaftet wurden, während bei einer Hausdurchsuchung 30.000 Euro und weitere 3 Kilo Kokain beschlagnahmt wurden.

(Quelle: athensvoice.gr)

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