Deutschland hat die stärkste Präsenz in der Kommission

4. August 2015 / Aktualisiert: 04. August 2015 / Aufrufe: 952

Laut einem einschlägigen Bericht haben im Verhältnis zu jedem anderen EU-Land Deutsche die meisten Schlüsselpositionen in der Europäischen Kommission inne.

Wie in dem „Vierten Bericht über die Präsenz deutschen Personals in internationalen Organismen“ angeführt wird, haben deutsche Staatsangehörige 1.382 hochrangige Positionen in der Kommission inne (was einer Quote von 10,2% entspricht) und stellen vor Frankreich und Belgien die stärkste Gruppe dar.

Die deutsche Präsenz in der Kommission sowohl auf politischem als auch Verwaltungsniveau stieg hauptsächlich nach November 2014 an. Neun von 28 europäischen Kommissaren haben die Leitung ihrer Büros Deutschen angetragen.

Rechtzeitige Koordinierung nationaler Interessen mit Brüssel

Indem sie Personal in den Büros der Kommissare hat, stellt die deutsche Regierung sicher, den Prozess der europäischen Gesetzgebung beeinflussen zu können. Mittels der deutschen Berater können rechtzeitig die nationalen Interessen zwischen Berlin und Brüssel koordiniert werden. Parallel setzen deutsche Amtsträger auch Gesetzestexte auf.

Deutsche gibt es in vier Generalsekretariaten und sechs Ausschüssen, womit sie im Verhältnis zu jedem beliebigen anderen Land über die meisten Schlüsselpositionen verfügen. Außerdem wurden in den vergangenen Jahren Vertreter aus den Ländern Zentral- und Osteuropas befördert: die neuen Bediensteten in der Kommission stammen in der Mehrheit aus Rumänien und Polen. Großbritanniens Präsenz ging dagegen signifikant zurück, wobei das Interesse junger Leute an einer Karriere in der Europäischen Kommission fast bei Null liegt.

Trotz allem ist die Präsenz der Deutschen in den anderen europäischen Institutionen (wie dem Europa-Parlament) eingeschränkter.

(Quelle: capital.gr)

  1. Zoe J.
    4. August 2015, 23:23 | #1

    Na und? Warum haelt man es Deutschland vor? Ich mag auch nicht wenn mein Land France dort gross vertreten ist. Nur, ich will den Euro nicht mehr. Die Griechen, warum auch immer, wollen diese Waehrung. Also, beklagt Euch nicht Ihr lieben Griechen. Zu melden habt ihr nichts in der EU. Das sind nun einmal die Wirtschaftsstaerkeren. Man muss wissen und wollen, entweder Freiheit oder Abhaengigkeit. Beides geht im Euro nicht.

  2. GR-Block
    6. August 2015, 10:57 | #2

    „Trotz allem ist die Präsenz der Deutschen in den anderen europäischen Institutionen (wie dem Europa-Parlament) eingeschränkter.“ – Kein Wunder. Natürlich macht es Sinn im Management und nicht im Betriebsrat vertreten zu sein, wenn man einen Multi leiten möchte. Das EU-Parlament ist für die, die reden wollen. Gehandelt wird in der Kommission und der EURO-Group.

  3. Heidi Preiss
    6. August 2015, 11:31 | #3

    Ja, Deutschland, obwohl selbst hoch verschuldet, ist aufgrund von Dumpinglöhnen und prekären Arbeitsverhältnissen vorne mit dabei. Die Frage ist, warum geht man mit den Griechen derart menschenunwürdig um? Frankreich und Italien sind auch bis zum Kragen verschuldet. Geht man mit diesen Ländern so um? Nein. Daumen-Schräuble und Merkel tragen am Untergang Griechenlands die Hauptschuld. Sie nagen weiterhin an dem Land wie der Hund am Knochen.

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