Neue Nachfrist für Einkommensteuererklärung 2015 in Griechenland

18. Juli 2015 / Aufrufe: 1.295

Die Fristen für die Abgabe der sich auf die Einkommen des Jahres 2014 beziehenden Einkommensteuererklärungen 2015 in Griechenland wurden erneut verlängert.

Das Finanzministerium in Griechenland beschloss die erneute Verlängerung der Abgabefristen für die Einkommensteuererklärungen natürlicher Personen und Unternehmen. Konkret wird die Frist für die Abgabe der (sich auf die Einkommen des Jahres 2014 beziehenden) diesjährigen Steuererklärungen natürlicher Personen bis zum 26 August 2015 und Unternehmen bzw. juristischer Personen bis zum 20 August 2015 verlängert.

Außerdem werden sich zigtausende Steuerpflichtige, die bereits ihre Steuererklärungen abgegeben und die entsprechenden Steuerbescheide erhalten haben, mit zum Teil erheblichen Steuernachforderungen konfrontiert sehen.

Steuernachforderungen infolge rückwirkender Steuererhöhungen

Der entsprechende Beschluss führt die Unterschrift der ehemaligen stellvertretenden Finanzministerin Nantia Valavani und wurde im Regierungsanzeiger (FEK) des 17 Juli 2015 / Blatt 1.500 publiziert. Weiter wird eine gesetzliche Regelung bezüglich der Entrichtung der (im Regelfall maximal drei) Raten der (Einkommen-) Steuer erwartet, die nach dem bisherigen Stand jeweils am letzten Tag der Monate Juli, September und November fällig werden.

Ergänzend sei angemerkt, dass im Rahmen der von den Gläubigern Griechenlands für die Aufnahme der Verhandlungen über ein neues „Rettungspaket“ geforderten vorab zu erfüllenden Bedingungen diverse Steuererhöhungen mit rückwirkender Wirkung ab dem 01 Januar 2015 in Kraft gesetzt wurden. Dies hat zur Folge, dass Steuerpflichtige, die bereits ihre diesjährigen Steuererklärungen abgegeben und die entsprechenden Steuerbescheide erhalten haben, in den kommenden Tagen ergänzende Steuerbescheide erhalten und sich mit mehr oder weniger „happigen“ Steuernachforderungen konfrontiert sehen werden.

(Quelle: tvxs.gr, diverse Presseberichte)

  1. windjob
    20. Juli 2015, 05:34 | #1

    Und jetzt wundern sich alle, dass die Griechen Steuern hinterziehen. Da wird auf Druck der Gläubiger plötzlich die Steuer rückwirkend erhöht. Wie würden wir Deutschen hier reagieren. Dies wäre sofort ein Fall fürs Bundesfinanzgericht. Es ist erschreckend mit welchen Forderungen Griechenland konfrontiert wird die in Deutschland nie Bestand hätten. Diese ganze Geschichte entwickelt sich zur Farce.

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