Zickenalarm gegen Griechenland!

19. Juni 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.144

IWF-Präsidentin Christine Lagarde soll sich in ihrer Wut auf die Regierung Griechenlands gegenüber Finanzminister Yanis Varoufakis als Chef-Gangster tituliert haben.

Die Präsidentin des Internationalen Währungsfond (IWF), Christine Lagarde, soll in Luxemburg bei ihrer Begegnung mit dem griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis ihrem außerordentlichen Zorn auf die Regierung Griechenlands mit dem … Spruch des Jahres Luft gemacht haben.

Wie auf seinem persönlichen Twitter-Account ein Journalist der spanischen Zeitung „El Mundo“ publizierte, näherte sich bei der Konferenz der Eurogruppe die Generaldirektorin des Internationalen Währungsfonds dem griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis und sagte zu ihm: „The criminal in chief comes to say hello.

Christine Lagerde war sehr verärgert …

Christin Lagarde’s „Ausbruch“ war natürlich eine wütende Reaktion auf die Äußerungen des griechischen Premierministers Alexis Tsipras bei der jüngsten Sitzung der parlamentarischen Fraktion der SYRIZA, bei der er die Leute des IWF als „Verbrecher“ charakterisierte bzw. ihnen eine kriminelle Verantwortung anlastete.

Laut dem spanischen Journalisten entschuldigte Yanis Varoufakis sich für die einschlägigen Anmerkungen Alexis Tsipras‘ und fügte an, der Premierminister habe diese bereits revidiert, jedoch herrschte der Eindruck, dass Christine Lagarde sehr verärgert war … .

(Quelle: Imerisia)

  1. ronald
    19. Juni 2015, 08:25 | #1

    Man kennt die Fernsehbilder, in denen Frau Lagarde Herrn Varoufakis begrüßt. Wenn sie dies mit den Worten „die Chefin der Kriminellen kommt um hallo zu sagen“ geschehen ist, dann ist das sicherlich kein Wutausbruch; ich würde das als „süffisant“ bezeichnen…

  2. Jannis
    19. Juni 2015, 10:05 | #2

    Ich verstehe, dass im offiziellen, im diplomatischen Verkehr solche Töne von Herrn Tsipras unangebracht sind und dass eine Entschuldigung notwendig wurde. Aber wo er Recht hat, hat er nun mal Recht!

  3. Roland Wolf
    19. Juni 2015, 10:44 | #3

    Von Seiten der griechischen Regierung wird in Pressekonferenzen oder in Blogs von „Metzgermethoden“ „Kriminell“ und „Fanatikern“ gesprochen – hier wurde wesetlich weniger offiziell ein (etwas grober) Scherz gemacht. Ganz ernsthaft, welche Reaktion wird denn auf die eigenen Äußerungen erwartet? Kopfnicken, Beifall? Ich halte die Reaktion von Frau Lagarde für recht milde, Zickenalarm sieht anders aus.

  4. Heinz Zander
    19. Juni 2015, 14:44 | #4

    Quatsch, das war kein Zickenalarm. Man kann ja von Frau Lagarde halten was man will, aber sie hat Humor. Und da deutsche und EU- Politiker dazu übergegangen sind, Mitglieder der griechischen Regierung als Halbstarke, Lümmel, Traumtänzer, Lügner etc. zu bezeichnen, passt das doch ganz gut zum allgemeinen Tonfall.

  5. jörg
    19. Juni 2015, 14:56 | #5

    also das ist gut gekontert, mehr nicht .

  6. Bernhard
    19. Juni 2015, 15:57 | #6

    Gerne versichere ich Frau Lagarde meine tiefste Antisymphatie so wie auch jenen die den IWF zur angeblichen Rettung Hellas’s herbeiriefen. Er war und ist nicht mehr und nicht weniger ein Rettungsprogramm der deutschen und französischen Banken welches der Öffentlichkeit verlogen verdreht dargestellt wurde und immer noch wird. In diesem Sinne hat Herr Zipras undiplomatisch Klartext gesprochen welcher der Kapitalklasse freilich nicht gefällt.

  7. Bella
    19. Juni 2015, 16:17 | #7

    Hat Tsipras nicht recht? Ist der IWF nicht eine kriminelle Vereinigung, die mit ihrer Politik Millionen Von Menschen Elend und Tod gebracht hat?

  8. nikos
    19. Juni 2015, 17:10 | #8

    Wen ich im nachschauen in was alles Stromkabel verwickelt war würde ich sagen der Herr Tsipras hat nicht unrecht nach dem Untersuchung Uber den IWF im griechischen Parlament.

  9. Stella
    19. Juni 2015, 23:30 | #9

    Ich würde mich sehr freuen Europa als das zu sehen, was eigentlich in meinen Augen wichtig ist. Die Verschiedenheit der Leute und Kulturen, die trotz allem Freundschaften und Sympathien für einander pflegen. Das was hier gerade abgeht und mein Geburtsland, sein Image und seine unglaublich einzigartige kulturelle Geschichte in den Dreck zieht ist nicht´s als Brüsseler Puppentheater. Ich wäre gerne in tausend Jahren noch mal hier auf der Erde, um zu sehen, an was man sich erinnert. Aristoteles oder Merkel?

  10. Iannis
    20. Juni 2015, 08:33 | #10

    Das war doch eine scherzhafte Retourkutsche von Frau Lagarde, nicht mehr, nicht weniger. Außerdem sollte sie froh sein, dass sie noch nicht im Gefängnis sitzt. In Frankreich wurde gegen sie wegen des Verdachts der Veruntreuung eines dreistelligen Millionenbetrags ermittelt und dieser Verdacht ist alles andere als ausgeräumt.

  11. Kleoni
    20. Juni 2015, 09:55 | #11

    was ist aus Europa nur geworden – ein von der (amerikanischen) Finanzwelt beherrschter von der Politik (teilweise gewollt) nicht mehr regierter sondern nur noch verwalteter Erdteil. Traurig, traurig

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