USA sollen 50 Milliarden zur Rettung Griechenlands beisteuern

8. Juni 2015 / Aktualisiert: 04. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.928

Wolfgang Schäuble soll die USA herausgefordert haben, 50 Milliarden beizusteuern, wenn sie Griechenland retten wollen.

Ein deutscher Regierungsfunktionär enthüllte eine zwischen dem Finanzminister der USA, Jack Lew, und seinem deutschen Amtskollegen Wolfgang Schäuble erfolgte telefonische Kommunikation, welche die Differenz der beiden Länder in der Tangierung des griechischen Themas hervorhebt.

Laut dem griechischen TV-Sender MEGA verlangte Jack Lew von Wolfgang Schäuble, dass Deutschland Griechenland unterstützt, und der deutsche Finanzminister soll charakteristisch geantwortet haben: „Steuern auch Sie 50 Milliarden bei, damit es (Griechenland) gerettet wird.“ An dieser Stelle gab Jack Lews keinerlei Antwort, wozu Berliner Quellen wiederholen, Washington mache immer einen Rückzieher, wenn das Thema des Geldes gestellt wird.

Fromme Wünsche und Ermunterungen …

Der in Rede stehende Dialog ist für die zwischen Europäern und Amerikanern bestehende Kluft bezüglich des Modus der Lösung des griechischen Themas bezeichnend. Eines Themas, das auch Gegenstand der Gespräche zwischen Merkel und Obama war, ohne dass es jedenfalls irgendein Resultat und nur fromme Wünsche und Ermunterungen zu Reformen gibt.

Zu dem ZDF sprechend brachte Angela Merkel die Position zum Ausdruck, das Problem Griechenlands sei noch nicht gelöst worden und die Bemühungen der griechischen Regierung haben noch nicht das gewünschte Niveau erreicht. Auf eine Frage, ob sie den Führern der USA und Japans eine Zusage erteilte, Griechenland in der Eurozone zu halten, antwortete die deutsche Bundeskanzlerin und erklärte:

Wir konnten nicht sagen, das Problem sei gelöst worden, sagten jedoch, dass wir mit großer Ausdauer daran arbeiten, und stellten alle klar, dass dies in der Eurozone immer miteinander einhergeht – von der einen Seite wird Solidarität geboten und von der anderen Seite werden adäquate Bemühungen unternommen. Und darin sind wir noch nicht am Ziel angekommen.

Frau Merkel bezog sich weiter auf die Kommunikation, die sie am 06 Juni 2015 mit dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras und dem französischen Präsident Francois Hollande hatte, wozu sie anmerkte, dass auch der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, die „G7“ einschlägig informierte.

(Quelle: Imerisia)

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  1. GR-Block
    8. Juni 2015, 12:33 | #1

    Nachdem die Subventionierung der Privatwirtschaft durch zwei „Hilfspakete für GR“ vereinbart wurde, versuchte Wolfgang Schäuble noch ein drittes Paket vorzubereiten und erntete wutentbrannte Ablehnung bei seinen Wählern. Obwohl er dabei vorsichtig war und zunächst nur von ca. 10 Mrd sprach. Zwei Jahre später traute er sich wieder. Da war er mit ca. 30 Mrd schon ehrlicher. Diesmal reagierten die Wähler seiner griechischen Partner wutentbrannt und zogen die Notbremse SYRIZA.
    Jetzt, wo die Verhandlungen ins Stocken geraten, übernimmt der „Große Schwarze Vater“ in Washington. Er drängt die EU massiv, zu einer „Lösung für GR“ zu kommen und gibt damit Schäuble sein Stichwort. Dieser ergreift die Gelegenheit und „ermahnt“ die USA doch selbst Geld für die Privatwirtschaft anzulegen. Am besten gleich 50 Mrd, damit es sich lohnt für „Investoren“ aus den FUKG-US.
    Der Kredit soll diesmal über die USA eingeschleust werden, damit die Deutschen Wähler ruhig bleiben. Wieder soll aber GR leer ausgehen. Denn in allen drei Paketen ist nur Geld für die Privatbanken der „Investoren“, also der EURO-Zocker. Das ist der Deal: künstlich angesammelte faule Kredite in die BBG (=“Bad Bank Greece“) zu transferieren und sie später, wenn Gras darüber gewachsen ist, abzuschreiben. Solange wird das Land unter Schimpf und Schande zusätzlich Zinsen an die Zocker zahlen. Doppelverdiener! Ich vermute unter den Doppelverdienern findet sich kaum ein korrupter, Steuer hinterziehender, griechischer Kapitalist, der nicht als kleines Rädchen in den Klientelnetzwerken von „FUKG-US-Investoren“ steckt.

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