Kreuzfahrt-Gesellschaften wollen in Griechenland investieren

15. Juni 2015 / Aufrufe: 1.056

Die Kreuzfahrt-Gesellschaften der CLIA erklären sich bereit, umgehend in Hafen-Infrastrukturen in Griechenland zu investieren.

Der „Cruise Lines International Association“ (CLIA) angehörenden Kreuzfahrt-Gesellschaften sind bereit, umgehend zu Investitionen auf dem Sektor der Hafen-Infrastrukturen in Griechenland mittels Pachtungen für einen konkreten Zeitraum und unter Erhaltung des öffentlichen Charakters der Häfen zu schreiten.

Dies betonte bei einer Pressekonferenz Kyriakos Anastasiadis, geschäftsführender Vorstand der griechischen Kreuzfahrt-Gesellschaft Celestyal Europe und Mitglied des Exekutiv-Komitees der CLIA Europa, und bezog sich auf ein jüngst erfolgtes gemeinsames Treffen von Mitgliedern der CLIA Europa am Rand des „Posidonia Sea Tourism Forum“ mit drei Ministern der griechischen Regierung und konkret dem Minister für Wirtschaft, Infrastrukturen, Seefahrt und Tourismus (Giorgos Stathakis), der stellvertretenden Ministerin für Wirtschaft, Infrastrukturen, Seefahrt und Tourismus (E. Kountoura) und dem stellvertretenden Minister für Handelsschifffahrt (Theodoris Dritsas).

Infrastrukturen für Kreuzfahrtschiffe der neuen Generation

Kyriakos Anastasiadis betonte, es sei das erste Mal gewesen, dass sich drei Minister der griechischen Regierung mit Mitgliedern der CLIA wegen eines Themas trafen, das sich auf die Entwicklung der Kreuzfahrten in Griechenland und den wirtschaftlichen Nutzen bezieht, den es für das Land geben kann, und fügte an, dass von dem Verband offiziell konkrete Vorschläge präsentiert wurden.

Die Mitglieder der CLIA – darunter die Herren Pierfrancesco Vago, Präsident des Verbandes und geschäftsführender Vorstand des MSC, und der Sekretär Dr. Raphael von Heereman – führten an, wenn Griechenland auf der Karte der Kreuzfahrten bleiben wolle, müsse es in 5 bis 6 Häfen Infrastrukturen entwickeln, die Kreuzfahrt-Schiffe der neuen Generation aufzunehmen vermögen, wobei er zustimmte, dass es nicht nötig sei, das jeder Hafen auf die selbe Weise entwickelt wird, da die benötigten Infrastrukturen sich je nach der Rolle eines jeden Hafens sehr unterscheiden.

Wie Herr Anastasiadis auch betonte, stellte die CLIA ebenfalls das Thema der Liegeplatzverwaltung (Berth Allocation), das sich auf die Schaffung eines einheitlichen Systems für die Verwaltung der Planung des Einlaufens der Kreuzfahrtschiffe bei den Inseln bezieht. Er fügte an, dieses Thema könnte umgehend durch Koordinierung und Planung durch das Seefahrtministerium gelöst werden, die dann im weiteren Verlauf durch die Häfen selbst erfolgen könnten.

Kreuzfahrt-Gesellschaften rechnen mit baldigen Entwicklungen

Kyriakos Anastasiadis merkte ebenfalls an, was derzeit auf Santorin geschehe, sei inakzeptabel und könne so nicht weitergehen, also dass fünf, sechs Schiffe gleichzeitig eintreffen und ein Kampf ausgetragen wird, wer als erster in den Hafen einläuft, damit die Passagiere an Land gehen. Zusätzlich erklärte er, dass – wenn auf der konkreten Insel 5.000 bis 6.000 Passagiere an Landgehen – die eine Seilbahn die Möglichkeit hat, nur 700 Personen pro Stunde zu bedienen.

Der geschäftsführende Vorstand der Celestyal Cruises betonte, dass die Vorschläge von den zuständigen Ministern positiv aufgenommen wurden, während er auf eine Frage von Herrn Stathakis, ob dieses Modell der Pachtung in europäischen Häfen zur Umsetzung kommt, als Beispiel den Hafen von Marseille anführte, wo die Celestyal Cruises Carnival und die MCS gemeinsame Investitionen in die Hafen-Infrastrukturen mit der Verpflichtung haben, dass die Gesellschaften eine konkrete Anzahl von Passagieren an Land bringen.

Abschließend führte Herr Anastasiadis an, im kommenden Zeitraum werde es Entwicklungen geben, da der stellvertretende Minister für Seefahrt die Umsetzung des nationalen Koordinationsausschusses für Kreuzfahrten angekündigt hat, an dem voraussichtlich auch ein Vertreter der CLIA Europe beteiligt sein wird.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Kleoni
    15. Juni 2015, 10:52 | #1

    Das wäre für beide Seiten eine sinnvolle Lösung und würde auch Arbeitsplätze mit nachhaltiger Wirkung schaffen!

  2. Omnipraesent
    15. Juni 2015, 18:52 | #2

    Wie es scheint hat GR keinen Mangel an Interessenten griechische Haefen zu Mieten/Pachten, zuerst die Chinesen, und jetzt auch noch andere. Wenigsten hier scheint alles zu stimmen, und es winken enorme Profite, auch die Touristen lieben GR.

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