Weder Russland noch China werden Griechenland helfen

27. März 2015 / Aktualisiert: 02. Dezember 2018 / Aufrufe: 5.459

Trotz immer noch kursierender gegenteiliger Verlautbarungen bestehen für Griechenland kaum realistische Aussichten auf Hilfe aus Russland oder China.

Selbst noch heute gibt es in Griechenland – auch innerhalb der Regierung – viele, die überzeugt sind, „die Russen und die Chinesen werden unser Problem lösen„. Wie sie meinen, reiche es aus, etwas zu warten.

In der Praxis deutet jedoch alles darauf hin, dass sie sehr lange warten werden müssen. Und dies, weil trotz aller gegenteiligen Behauptungen die Russen darauf beharren, nicht einen einzigen … Rubel zu schicken, trotz der Gerüchte über eine Vereinbarung hinter verschlossenen Türen.

Russland hat selbst kein Geld, China will Sicherheit

Kompetente diplomatische Kreise vertreten, nur in einem Fall bestehe die Möglichkeit, dass Moskau Griechenland finanziell hilft: nämlich wenn letzteres völlig aus der Europäischen Union (und nicht nur der Eurozone) ausscheidet. Die Russen sehen den griechischen Fall nur geostrategisch und … für Europa zersetzend. Jedoch ist – wie die Insiderkreise anfügen – wieder überhaupt nicht sicher, dass die russische Regierung selbst auch in diesem extremen Fall der griechischen Regierung und dem Land insgesamt zur Hilfe eilen wird. Und dies aus einem sehr praktischen Grund: die Situation der russischen Wirtschaft ist außerordentlich schlecht und ihre Reserven befinden sich an dem schlechtmöglichsten Punkt.

Das selbe gilt auch im Fall Chinas. Dort existieren verfügbare Mittel, jedoch besteht absolut keinerlei Bereitschaft, sie irgendwo zu investieren, wo es kein gesichertes Morgen gibt. Das einzige, was geschieht, sind kleine Beteiligungen einzelner Investoren an kleinen Emissionen. Beispielsweise beteiligte sich an der letzten Schatzbrief-Emission ein chinesischer Funds mit knapp 100 Mio. Euro. Es ist der selbe Funds, der auch vor 20 Tagen einen solchen Zug unternommen hatte. Regierungsquellen, die in der Lage sind, Bescheid zu wissen, beharren jedoch, diese Platzierungen seien kein Teil eines generelleren Plans.

(Quelle: voria.gr)

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  1. Ronald
    27. März 2015, 08:26 | #1

    Manchmal kommt mir Griechenland wie ein Mann vor, der an einer Klippe hängt und die dargebotene Hand die ihn hochziehen will mit den Worten „ich warte auf ein besseres Angebot“ ablehnt. Vielleicht ist die dargeebotene Hand rauh, vielleicht ist sie schmutzig … aber es ist die einzige. Verdammt! Ergreift sie!

  2. LiFe
    27. März 2015, 14:55 | #2

    Wer soll ein krisengebeuteltes Land, völlig unabhängig von Griechenland, aus der Armut helfen? China, Russland oder Schlaraffenland? Eigenveratnwortung und Handeln war immer die beste Lösung. Früher ergriffen einzelne Personen Initiativen, sie waren fleißig, sie waren kreativ und innovativ. Diese Fähigkeit ist im 21. Jahrhundert vollkommen verkümmert. Nicht dass Köpfe mit Ideen ausgestorben wären. Nein, die Möglichkeiten von Ideen zur Vermarktung von Produkten sind rigoros abgewürgt worden. Ein Desaster, wer Visionen hat, ihm aber das Geld nicht locker in der Tasche liegt. Da kann ihm auch kein Arzt helfen. Heute regieren Spekulanten und Investoren, die Geld zu noch mehr Geld machen. Wir müssen dieses Jahrhundert überwinden.

    • rote_pille
      27. März 2015, 17:45 | #3

      das stimmt doch vorne und hinten nicht. wenn eine idee gut ist wird sie auch was einbrungen und die investoren anziehen. die griechen müssen begreifen dass niemand sie retten kann ausser ihnen selbst. ihnen bleiben 2 optionen: ein drastisches sparprogramm oder bankrott und eigene währung. beides ist jedoch sehr unangenehm weshalb sie den status quo verteidigen. doch dieser bröckelt immer mehr. es wird der punkt kommen an dem auch die kurzfristigen vorteile des jetzigen zustands verschwunden sind. eine anständige regierung würde ihren bürgern reinen wein einschenken und mit den drastischen massnahmen sofort beginnen.

  3. Delta120
    27. März 2015, 18:46 | #4

    Griechenland ist Pleite. Entweder es verkauft sich in die Schuldsklaverei oder es steht auf und arbeitet als freie Männer. Beides bedeutet, dass es keine Schulden in näherer Zukunft mehr aufnehmen kann. Griechenland hat nur die Wahl zwischen der Argentinischen Lösung oder der Versklavung. Tsipras wird sich für die Argentinische Lösung entscheiden und erst danach sind kleinere Hilfe von Russland und China zu erwarten, allein schon deshalb um die EU zu testen.

  4. notarfuzzi
    27. März 2015, 21:19 | #5

    Die Frage ist doch, was will die griechische Regierung? Und vor allem was kann die? Kann es die sich leisten, Hilfe aus Rußland oder China anzunehmen?

  5. Bella
    28. März 2015, 11:40 | #6

    Die Mehrheit der griechischen Bevölkerung glaubt noch an die europäische Idee. Dies ist eine Illussionen,hier machen sich die Griechen etwas vor. Gerade der oberlehrerhafte Umgang der Deutschen mit dem griechischen Volk sollte die Griechen wachrütteln. Im Grunde weis die neue griechische Regierung, das Euro und EU die neuen Waffen im Kampf der alten Hegemonialmacht Deutschland sind. Die Regierung muß aber die Mehrheitsmeinung respektieren und kann deshalb nicht selbstständig aus dem Euro aussteigen,sie müssen sich rauswerfen lassen.

  6. Felix Klinkenberg
    28. März 2015, 15:18 | #7

    Solange sie in dem Schrecklichsten Vernichtungs- Verein, der Nato angehören, der sich zum Ziel gesetzt hat, die relative Souveränität, von Russland und China, zu Beenden, können sie natürlich nicht mit Hilfe, von den Ländern, die sie ja mit ihren Waffenbrüder, der Nato, Vernichten wollen rechnen. Es kann wohl keiner erwarten, das man den denjenigen, der einen Vernichten will, dabei auch noch unterstützt. Also Griechenland: Raus aus der Nato, dann Klappt es auch, mit der Freiheit!

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