Griechenlands Premierminister reist nach Moskau

7. Februar 2015 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.859

Der russische Präsident Wladimir Putin lud Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras für den 09 Mai 2015 zu einem offiziellen Besuch in Moskau ein.

Laut einem Sprecher des Kremls sprach Wladimir Putin an Alexis Tsipras im Rahmen einer vorausgegangenen telefonischen Kommunikation der beiden Staatsführer die Einladung aus, Russland zu besuchen.

Wladimir Putin lud Alexis Tsipras für den 09 Mai 2015 ein, an dem eine Veranstaltung zum Gedenken an den Sieg der Völker gegenüber dem Faschismus stattfinden wird. Alexis Tsipras unterstrich die Bedeutung, die er dem Kampf gegen den Nazismus zumisst, und brachte seine Absicht zum Ausdruck, der Einladung zu folgen.

Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Griechenland und Russland

Die Herren Tsipras und Putin erörterten ebenfalls die Situation in der Ukraine und andere internationale Probleme, darunter auch die Pipelines South Stream und Turkish Stream. Die Nachricht bestätigte die Pressestelle des Premierministers und führte an:

Premierminister Alexis Tsipras hatte heute eine telefonische Kommunikation mit dem Präsidenten der russischen Republik, Alexis Tsipras. Der russische Präsident gratulierte dem Premierminister zur Wahl der neuen Regierung. Parallel betonten der russische Präsident und der griechische Premierminister die Notwendigkeit einer substantiellen Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Griechenland und Russland – zwei Ländern mit tiefen und historischen Beziehungen – spezielle auf den Sektoren der Wirtschaft, der Energie, des Tourismus, der Kultur und des Transportwesens.

Es wurden ebenfalls die internationalen und peripheren Entwicklungen erörtert und die Bedeutung der Gewährleistung des Friedens und der Stabilität in der Ukraine sowie in der weiteren Region betont. Abschließend lud Präsident Putin den Premierminister für den 09 Mai 2015 nach Moskau ein, um der Veranstaltung zum Sieg der Völker über den Faschismus beizuwohnen. Der Premierminister unterstrich die Bedeutung, die er dem Kampf gegen den Nazismus zumisst, und erklärte seine Absicht, der Einladung zu folgen.

Es sei in Erinnerung gerufen, dass im Rahmen der Aufwärmung der griechisch-russischen Beziehungen der russische Außenminister Sergej Lawrow und der russische Verteidigungsminister Sergei Shoigu bereits ihre griechischen Amtskollegen Nikos Kotzias und Panos Kammenos nach Moskau einluden.

(Quelle: Imerisia)

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  1. GR-Block
    7. Februar 2015, 12:52 | #1

    Das musste ja kommen. Die vollkommen unsensiblen Politikerinnen Merkel und von der Leyen glaubten wirklich einen Affront an den anderen setzen zu dürfen, um die griechische Regierung auf Linie zubringen. Es zeugt schon von maßloser Selbstüberschätzung der beiden Politikerinnen, wenn Merkel die „Annäherung“ Tsipras an Putin schulmeisterlich maßregeln will und ihre Verteidigungsministerin deshalb anweist, die Mitgliedschaft GRs in der NATO in Frage zu stellen. Die deutsche Frauenpolitik gefährdet mit ihren kindlichen Profilierungsanstrengungen inzwischen nicht nur die weitere Existenz der EU, sondern stört jetzt auch noch die Stabilität des Militärbündnisses. Als ob sie sagen wollten: „Lasst uns die Außenbeziehungen verzocken. Für unser beider Karrieren zählt sowieso nur die eigene Familie D.“ Und das kurz bevor Merkel selbst nach Moskau fährt. Dabei hatte sie nicht ihre alte Uni besucht. Nein nein sie hat Panik, dass sich die beiden Frauenphantasien, der smarte junge Grieche und der Kraft strotzende russische Trampel, vereinigen könnten. Damit würde sie die deutschen Wählerinnen verlieren. Also, auf nach Moskau am 9. Mai, Herr Tsipras. Gegen Faschismus, gegen Imperialismus, gegen, Merkeltilismus, und gegen leyenhafte Außenpolitik. No Pasaran!

  2. Heidi Preiss
    8. Februar 2015, 18:10 | #2

    Es wäre wirklich für Griechenland mehr als eine Überlegung wert, sich den BRICS-Staaten anzuschließen. Nur so kommen sie aus ihrer Abhängigkeit raus und der Verschuldung bis zum St. Nimmerleinstag könnte ein Ende gesetzt werden. Es war doch vor allem die Bankenrettung, welche die Verschuldung Griechenlands verschärfte. Zur Verstärkung der Krise kam dann noch das Herabsetzen der Kreditwürdigkeit und den unsäglichen Spekulationen auf Staatsanleihen, dies zwang das Land dazu, immer höhere Zinsen für Staatsanleihen, sag und schreibe bis zu 14% zu zahlen.

    Und alle haben nur zugesehen; das macht man anscheinend unter „Partnern“ so. Die neue Regierung muss einen Weg finden, sich aus der Umklammerung dieser menschenverachtenden Politik zu lösen. Was weist John Perkins nach? und zwar, dass die Überschuldung eines Landes bewusst herbeigeführt wird, damit man es besser ausplündern kann. Putin hat dem Ausplündern seines Landes ein Ende gesetzt. An diesen Vorgaben sollte Griechenland seine zukünftige Politik richten. Was will die EU dagegen tun – nichts, denn einem nackten Mann kann man nicht mehr in die Taschen greifen.

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